31. Januar 2004 · Quelle: Rheinsberger Bündnis

Demo gegen rechte Gewalt für Zivilcourage in Rheinsberg

Demo gegen rechte Gewalt für Zivil­courage in Rheins­berg

Fre­itag, den 13. Feb­ru­ar 2004, 15.00 Uhr, Kirch­platz

Farbe beken­nen! Hin­guck­en – Ras­sis­mus stop­pen!

Abschlusskundge­bung nach einem gemein­samen Weg zur Paulshorster Straße. Um den Besitzer des Dön­er-Imbiss bei der Reparatur und Sicher­heit seines Wagens zu unter­stützen, bit­ten wir um eine Spende.

Ausklang anschließend im Gemein­de­haus mit Fil­men gegen rechte Gewalt von Schülern
der HRS und mit heißen Getränken für alle.

Hin­ter­grund

Auf den Imbiss-Stand eines kur­dis­chen Mit­bürg­ers in Rheins­berg wur­den im ver­gan­genen Jahr drei Bran­dan­schläge verübt. Dank aufmerk­samer Bürg­er gelang es der Polizei, die
Brände rechtzeit­ig zu löschen. Die Täter des zweit­en Anschlags im August kon­nten ermit­telt wer­den; der 17-Jährige hat seine frem­den­feindlichen Motive offen zugegeben
und wurde zu vier Wochen Jugen­dar­rest verurteilt. Jugendliche der Schule starteten daraufhin eine Unter­schrifte­nak­tion, um sich für Tol­er­anz und gegen rechte Gewalt auszus­prechen. 350 Unter­schriften kamen in weni­gen Tagen zusam­men. Kurz vor Wei­h­nacht­en 2003 ereignete sich der dritte Angriff auf den Imbis­s­wa­gen am Spar­markt.

Aufrufende zur Kundge­bung „Farbe beken­nen“:

Arbeits­ge­mein­schaft Jugend Rheins­berg, Bündnis90/Die Grü­nen, CDU-Ortsvere­in, DGB Jugend­bil­dungsstätte Fleck­en Zech­lin, Evan­ge­lis­che Kirchenge­meinde Rheins­berg, Filmini­tia­tive Rheins­berg, Frei­willige Feuer­wehr der Stadt Rheins­berg, FSV Blau-Weiß 90 Rheins­berg e.V.,
HausRheinsberg/Hotel am See, Heimat- und Verkehrsvere­in, Hein­rich-Rau-Gesamtschule, Lan­desmusikakademie Rheins­berg, Kurt-Tuchol­sky-Gedenkstätte, Rheins­berg­er Sportvere­in e.V., Rud­ervere­in Rheins­berg 1910 e.V., Spar­markt Brehme, SPD
Ortsvere­in, Stadt Rheins­berg, Unternehmerver­band Rheins­berg

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Nach Schlägereien von Män­ner­grup­pen unter­schiedlich­er Nation­al­ität woll­ten Neon­azis gestern in Rheins­berg ein flüchtlings­feindlich­es Sig­nal set­zen. Doch ihre angemeldete Kundge­bung ver­puffte am Gegen­protest.
Gestern gedacht­en ca. 60 Per­so­n­en in Neu­rup­pin Emil Wend­land und set­zten ein sicht­bares Zeichen gegen rechte Het­ze und Gewalt.
Wir rufen dazu auf sich am 01. Juli 2020 ab 18:00 Uhr am Rosen­garten, dem zen­tralen Gedenko­rt für Emil Wend­land, einzufind­en, diesem würdig zu Erin­nern und ein sicht­bares Zeichen gegen rechte Het­ze und Gewalt zu set­zen.

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