20. März 2006 · Quelle: Junge Welt

Demonstrationen in Berlin und Potsdam

von Lothar Bassermann 

Berlin. Rund 5000 Men­schen beteiligten sich am Fre­itag und Sam­stag an antifaschis­tis­chen Aktio­nen in Pots­dam und Berlin. The­men waren Neon­azige­walt und – angesichts des Tages der poli­tis­chen Gefan­genen – die Repres­sion gegen linke Grup­pen. Etwa 1000 Men­schen kamen am Fre­itag abend zu ein­er von autonomen Antifa­grup­pen ini­ti­ierten Demon­stra­tion durch die Berlin­er Stadt­teile Friedrichshain und Licht­en­berg. Hin­ter­grund war die Zunahme von Angrif­f­en auf linksalter­na­tive wie nicht­deutsche Jugendliche und der hohe Organ­isierungs­grad rechter Grup­pen in der Gegend. Die Polizei war mit einem Großaufge­bot vor Ort. Rund 100 Neon­azis protestierten gegen die Demonstration. 

Am Sam­stag nach­mit­tag zogen etwa 3000 Men­schen eben­falls durch Berlin-Friedrichshain. Zu dieser Demon­stra­tion hat­ten die lokale Club­szene und Stadt­teilini­tia­tiv­en aufgerufen. Red­ner macht­en darauf aufmerk­sam, daß auch im »Alter­na­tivbezirk« Friedrichshain Neon­azis inzwis­chen vielerorts geduldet werden. 

In Pots­dam (Foto) ver­sam­melten sich zeit­gle­ich über 1000 Men­schen zu ein­er Demon­stra­tion anläßlich des Tages der poli­tis­chen Gefan­genen. Diese Aktion war von einem bun­desweit­en Bünd­nis antifaschis­tis­ch­er Grup­pen getra­gen. Mehrere Red­ner ver­wiesen auf ver­schärfte Überwachung und die Krim­i­nal­isierung antifaschis­tis­ch­er Pro­jek­te und Sozialini­tia­tiv­en. Mehrfach ging die Polizei mit Pfef­fer­gas gegen Demon­stran­ten vor. Dabei erlit­ten mehrere Men­schen Ver­let­zun­gen im Gesicht. 

Foto (T. Rasloff) unter: 

http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=464&ext=.jpg

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