10. Februar 2005 · Quelle: LR

«Denkwerkstatt» gegen Rechtsradikalismus

Ein The­ma macht in diesen Wochen den demokratis­chen Parteien große Sorgen:
der zunehmende Recht­sradikalis­mus. Deshalb geht die Landtagsabgeordnete
Sylvia Leh mann (SPD) davon aus, «dass alle demokratis­chen politischen
Kräfte umdenken müssen» . 

Sie erin­nerte daran, dass sich die im Land­tag vertretene DVU mit der NPD
zusam­menge­tan haben. Auch ver­wies sie auf den Auf­marsch der Rechtsradikalen
im ver­gan­genen Jahr in Halbe. 

Was aber kann getan wer­den, um Neon­azis zu begeg­nen, fragt auch SPD-Frau
Lehmann. Für die Region sei es wichtig, dass im 60. Jahr der Befreiung
Deutsch­lands vom Nation­al­sozial­is­mus ein Aktions­bünd­nis alle demokratischen
Kräfte vere­ine. Ein Bünd­nis «gegen Heldenge­denken und Nazi­aufmärsche in
Halbe» habe sich im Kreis auf Ini­tia­tive des Ver­ban­des Deutsche
Kriegs­gräber­für­sorge gegrün­det. Derzeit seien SPD und PDS darin vertreten.
Eben­falls mit von der Par­tie seien die Gemeinde Halbe, eine Pfar­rerin, das
mobile Beratung­steam des Lan­des sowie der Ver­band der deutschen
Kriegsgräberfürsorge. 

Es solle im Aktions­bünd­nis keine Parteipoli­tik betrieben wer­den, deshalb
hoffe man auch auf die anderen demokratis­chen Parteien. Die müssten aber
«zuerst die Scheuk­lap­pen gegen die PDS able­gen» . Das Bünd­nis erwarte, dass
CDU, FDP und auch Bünd­nis 90/Die Grü­nen sich anschlössen. 

Derzeit werde vom Aktions­bünd­nis eine Denkw­erk­statt als Dauereinrichtung
vor­bere­it­et. Sie solle Ende April mit ein­er Ausstel­lung in mehreren von der
Gemeinde Halbe zur Ver­fü­gung gestell­ten Räu­men in der Grund­schule beginnen. 

Ein Architekt werde die Denkw­erk­statt auf­bauen und die Klassen­räume so
gestal­ten, «dass sie wirken» , sagte Sylvia Lehmann. Die Ausstel­lung solle
später ein­mal «auf Zuruf» besucht wer­den kön­nen. Inhaltlich werde sich die
Ausstel­lung auf die Kesselschlacht bei Halbe konzen­tri­eren. Unterstützung
erhalte das Aktions­bünd­nis von der Lan­desregierung. Das Land plane, zum
Volk­strauertag dort die zen­trale Gedenkver­anstal­tung durchzuführen.

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