21. März 2006 · Quelle: Flüchtlingsrat Brandenburg

Denkzettelverleihung durch Flüchtlingsrat Brandenburg

„Inter­na­tionaler Tag zur Über­win­dung von Ras­sis­mus“ der Vere­in­ten Natio­nen

Der Denkzettel für struk­turellen und sys­tem­inter­nen Ras­sis­mus geht dieses Jahr nach Märkisch-Oder­land und the­ma­tisiert die mas­siv­en Verzögerun­gen des Flüchtling­shei­mumzuges.

Seit nun­mehr zehn Jahren ver­lei­ht der Flüchtlingsrat Bran­den­burg einen Denkzettel an Behör­den, Ämter oder Einzelper­so­n­en. Ohne dem Einzel­nen eine ras­sis­tis­che Ein­stel­lung unter­stellen zu wollen oder zu kön­nen, geht es vielmehr darum, das Ergeb­nis ihres Han­delns bzw. Unter­lassens im Gesamten zu kri­tisieren und als struk­turellen Ras­sis­mus zu benen­nen und öffentlich zu machen.

Dies ist auch der Fall in Märkisch-Oder­land, wo sich der Umzuges des Flüchtling­sheims aus dem Wald bei Wald­siev­ers­dorf nach Staus­berg nun bere­its seit Jahren verzögert. Die nun­mehr über drei­jährige Verzögerung des Umzugs ist ein gutes Beispiel für struk­turellen Ras­sis­mus, denn sie ist das Gemein­schaftswerk viel­er Akteure: ange­fan­gen bei der man­gel­haften Kom­mu­nika­tion mit den Bewohner­In­nen des Heimes über die ver­spätete Suche nach einem passenden Gebäude und bis hin zu falschen oder gar fehlen­den Antrag­stel­lun­gen für das (Um-)Bauvorhaben bzw. bei Bewil­li­gun­gen dieser Anträge.

Das Ergeb­nis dieses inkom­pe­ten­ten Han­delns auf ver­schiede­nen Ebe­nen und von ver­schiede­nen Seit­en ist die Ver­längerung der unhalt­baren Lebens­be­din­gun­gen durch die die Flüchtlinge ras­sis­tisch aus­gren­zt und durch Iso­la­tion krank gemacht wer­den: Die näch­ste Bushal­testelle liegt eine Stunde Fußweg ent­fer­nt und der Zus­tand des Gebäudes ver­schlim­mert sich von Tag zu Tag, denn seit ein neues Heim aufge­tan wurde, wer­den alle Ren­ovierungskosten in dieses gesteckt. Die neue, noch nicht bewohnte Unterkun­ft erstrahlt im Glanze, während die aktuelle Unterkun­ft weit­er ver­dreckt und von nie­man­dem beachtet wird.


Die Denkzettelüber­gabe find­et sym­bol­isch aber öffentlichkeitswirk­sam am

21.03. um 13:00 Uhr

im Eine-Welt- und Bio­laden in der
Große Str. 56,

15344 Straus­berg statt.

Kon­takt:

Flüchtlingsrat Bran­den­burg

Eisenhartstr.13

14469 Pots­dam

Tel./ Fax: 0331–716499

info@fluechtlingsrat-brandenburg.de

www.fluechtlingsrat-brandenburg.de

Bankverbindung:

Mit­tel­bran­den­bur­gis­che Sparkasse Pots­dam

KtoNr.: 350 10 10 000, BLZ: 160 500 00

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Pots­dam – Unter dem Mot­to „SOS an den EU-Außen­gren­zen! Pots­dam – ein sicher­er Hafen!?“ laden Ini­tia­tiv­en anlässlich des „Tag des Flüchtlings“ am 27.09.2019 zu einem Aktion­stag ein.
Im Gedenken an Micha tre­f­fen wir uns am Sam­stag den 31. August 2019 zu ein­er Gedenkkundge­bung um 17 Uhr am Stein der Inter­na­tionalen Brigaden „Tre­ff­punkt Freizeit“ in Pots­dam.
Bei den ver­gan­genen Kom­mu­nal­wahlen ist die AfD stärk­ste Kraft in Märkisch-Oder­land gewor­den. Wir haben einige Infos zu den Abge­ord­neten und den Land­tagskan­di­dat­en zusam­menge­tra­gen.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot