18. Februar 2015 · Quelle: Inforiot

Der III. Weg will nach Eisenhüttenstadt

Der III. Weg Flyer

Der III. Weg Fly­er

INFORIOT Für den kom­menden Sonnabend, den 21. Feb­ru­ar, hat die extrem Rechte Split­ter­partei “Der III. Weg” eine Aktion auf den zen­tralen Platz 1 in Eisen­hüt­ten­stadt angekündigt. In Eisen­hüt­ten­stadt befind­et sich die zen­trale Erstauf­nahmestelle (ZAST) für Geflüchtete. Im Inter­net wird ein Fly­er der Partei ver­bre­it­et, der sich unter den Mot­to “Aus­län­der­stopp — Für die Zukun­ft deutsch­er Fam­i­lien” gegen Geflüchtete richtet.
Schon einen Tag zuvor postete die NPD Pots­dam-Mit­tel­mark einen Fly­er, der eine Aktion “gegen Über­frem­dung” vor dem Rathaus in Eisen­hüt­ten­stadt am sel­bi­gen Tag ankündigt. Der Fly­er wirbt damit “In Eisen­hüt­tem­stadt ein gemein­sames Zeichen gegen Über­frem­dung zu set­zen” über “Partei­gren­zen hin­aus”. Dum­mer­weise sollte der Fly­er jedoch intern bleiben und nur über sichere Kanäle ver­bre­it­et wer­den, da die Ver­anstal­tung noch nicht angemeldet war. Durch die Veröf­fentlichung kam der IG Met­all den Neon­azis zuvor und meldete an dem zen­tralen Platz vor dem Rathaus vorsät­zlich eine Kundge­bung an.
Screenshot der NPD Potsdam-Mittelmark Facebook Seite

Screen­shot der NPD Pots­dam-Mit­tel­mark Face­book Seite


Der III. Weg in Bran­den­burg
Mit dem Zuzug des ehe­ma­li­gen „Freies Netz Süd“ (FNS) Akti­vis­ten Mat­thias Fis­ch­er von Fürth nach Anger­münde ist „Der III. Weg“ in Bran­den­burg all­mä­lig auf dem Vor­marsch. Das FNS wurde am 23 Juli 2014 durch das Bay­ri­sche Innen­mi­nis­te­rium vor­bo­ten. Um den Ver­bot vor­zu­grei­fen, grün­de­ten die FNS-AktivistIn­nen die Split­ter­par­tei. Bun­des­weit grün­det „Der III. Weg“ der­weil Stütz­punkte. In einem Bericht vom 28. Novem­ber 2014 kün­digte „Der III. Weg“ auf ihrer Seite an „sich als junge revo­lu­tio­näre Par­tei die­ser Auf­gabe nun zuneh­mend auch in Bran­den­burg anzuneh­men“. Gemeint war damit „eine alter­na­tive zum herr­schen­den Sys­tem“ zu bie­ten, so dem Bericht zu ent­nehmen.
In Bran­den­burg wurde noch kein eigen­stän­di­ger Stütz­punkt gegrün­det, aller­dings wur­den im Namen der Par­tei meh­rere Aktio­nen in Bran­den­burg durch­ge­führt. So wur­den asyl– und flücht­lings­feind­li­che Fly­er in Anger­münde (Jan­u­ar 2015), Bran­den­burg an der Hav­el (Okto­ber 2014) und Leh­nin (Dezem­ber 2014) im ver­gan­ge­nem Jahr gesteckt. Am 25. Novem­ber nahm „Der III. Weg“ an ein­er Kund­ge­bung der „Gefan­ge­nen­hilfe“, der Nach­fol­ger­or­ga­ni­sa­tion der „Hilfs­ge­mein­schaft Natio­na­ler Gefan­ge­ner“ (HNG), in Bran­den­burg an der Hav­el teil.

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Berlin/Brandenburg — Am Abend des 2. Okto­ber 1990 über­fie­len Nazis und Rechte gezielt Linke, beset­zte Häuser, Migrant*innen und Vertragsarbeiter*innen und deren Woh­nun­gen. Das Recherche­p­ro­jekt doku­men­tiert auch Fälle aus Guben und Frank­furt (Oder).
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