19. Januar 2003 · Quelle: MOZ (18.1.03)

Der Jüdische Friedhof in Potsdam

Pots­dam (ddp-lbg). Der jüdis­che Fried­hof in Pots­dam liegt etwa zwei Kilo­me­ter nördlich des Stadtzen­trums am Fuße des Pfin­gst­berges zwis­chen der Rus­sisch-Ortho­dox­en Kirche von Alexandrowka und dem Belvedere mit dem
Pomonatem­pel. Das rund einen Hek­tar große Gelände ist reg­ulär an Son­nta­gen
von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet. Geson­derte Öff­nungszeit­en und
Führun­gen zum Beispiel für Schulk­lassen sind nach Absprache mit der
jüdis­chen Gemeinde Pots­dam möglich.
Auf dem Gelände sind noch mehr als 540 Gräber vorhan­den. Die ver­schiede­nen
Gräber in den einzel­nen Bere­ichen verdeut­lichen die Geschichte des Fried­hofs
mit seinen Erweiterun­gen und Umbaut­en. Außer­dem bericht­en die Grab­steine von
Unternehmern, Bankiers, Vertretern des Mit­tel­standes sowie Sol­dat­en und
Offizieren, die im Ersten Weltkrieg gefall­en waren, von der kul­turellen
Entwick­lun­gen der jüdis­chen Gemeinde in Pots­dam.
Beson­ders deut­lich wird die die Anpas­sung der tra­di­tionellen jüdis­chen
Bestat­tungskul­tur an den Zeit­geschmack der christlichen
Bevölkerungsmehrheit. Vom tra­di­tionell schlicht­en Sand­stein des 18.
Jahrhun­derts entwick­eln sich die die Denkmäler über die Gran­i­to­belisken des
19. Jahrhun­derts zu den Wand­grab­stät­ten ein­flussre­ich­er Fam­i­lien des 20.
Jahrhun­derts. Für die Opfer des Holo­caust wurde 2001 ein beson­der­er
Gedenkstein ges­tiftet. In Land Bran­den­burg gibt es noch rund 60 jüdis­che
Fried­höfe.

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