10. August 2005 · Quelle: Indymedia, Polizeibericht, PNN

Deutscher Mob greift Kameruner an

Der fol­gende Text wurde von Indy­media kopiert.

In der ver­gan­genen Son­nta­gnacht grif­f­en 6 Nazis in Pots­dam-Nedlitz eine Gruppe Migranten an, die sich auf dem Weg zu ein­er Ver­anstal­tung befand. Zunächst brüll­ten Sie ras­sis­tis­che Parolen auf die Gruppe, um dann den Angriff zu starten.

Die Opfer flüchteten auf das Gelände eines Asyl­be­wer­ber­heim, das sich in der Nähe befand.

Die fünf Per­so­n­en aus Pots­dam, darunter eine Frau, fol­gten Ihren Opfern dor­thin und schlu­gen einen Mann nieder, der dadurch Ver­let­zun­gen an der Schul­ter und am Ell­bo­gen erlitt- zwei Täter trat­en weit­er auf den am Boden liegen­den ein. Die Gruppe flüchtete Ihrer­seits dann mit dem Lin­ien­bus 691. Der Sicher­heits­di­enst des Asyl­be­wer­ber­heims, der vorher taten­los zuge­se­hen hat­ten, riefen später dann doch die Polizei, (mit der Nachricht ein­er Aus­seinan­der­set­zung zwis­chen “Aus­län­dern” und Deutschen) woraufhin die Täter noch im genan­nten Bus gestellt wer­den kon­nten.

Die Täter sind alle bere­its ein­schlägig Polizei bekan­nt und wur­den am Son­ntag­mor­gen ent­lassen — gegen Sie wird nun wegen des Vor­wurfs der schw­eren Kör­per­ver­let­zung ermit­telt.

Die Polizei veröf­fentlichte die Nachricht mit erhe­blich­er Ver­spä­tung, dafür aber mit fol­gen­der Zusatz­in­for­ma­tion;

Konkrete Staat­san­waltschaftliche Ermit­tlun­gen laufen nun nur gegen zwei Per­so­n­en aus der Gruppe, Män­ner im Alter von 26 und 33 Jahren .

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Kameruner an Hal­testelle geschädigt (Polizeibericht)

Pots­dam — Zwei Pots­damer wer­den beschuldigt, am Sonnabend in Nedlitz einen Asyl­be­wer­ber belei­digt und geschla­gen zu haben. Die alko­holisierten Män­ner (26; 33) wur­den in einem Lin­ien­bus von der ver­ständigten Polizei gestellt und in das Polizeige­wahrsam gebracht. Nach Beendi­gung der polizeilichen Maß­nah­men wur­den sie auf Weisung der Staat­san­waltschaft Pots­dam am Son­ntag früh ent­lassen.

Kurz vor 22 Uhr hat­te ein Wach­schutzmi­tar­beit­er des Asyl­be­wer­ber­heimes am Lerchen­steig die Polizei wegen ein­er Auseinan­der­set­zung zwis­chen ein­er Gruppe von Asyl­be­wer­bern und ein­er Gruppe Deutsch­er an der Bushal­testelle vor dem Objekt gerufen. Die sechs aus­ländis­chen Per­so­n­en, darunter vier Schwarzafrikan­er, woll­ten mit dem Bus zum Buga-Gelände fahren und die Feuer­wehrkss­in­fo-nie besuchen. An der Hal­testelle wur­den sie aus der anderen Gruppe her­aus mit aus­län­der­feindlichen Äußerun­gen provoziert. Da die Asyl­be­wer­ber darauf nicht einge­hen woll­ten, zogen sie sich auf das Heimgelände zurück, wohin ihnen die An-greifer fol­gten. Dort kam es zu ein­er tätlichen Auseinan­der­set­zung, bei der ein 31-jähriger Kameruner von ein­er Per­son zu Boden geschla­gen und von ein­er zwei-ten mit dem Fuß getreten wurde. Die gesamte Angreifer­gruppe von ins­ge­samt fünf Per­so­n­en, darunter eine Frau, flüchtete anschließend mit dem Lin­ien­bus 691. Durch den Wach­schutz gerufene Polizei stoppte den Bus auf der B 273 und stellte die Verdächti­gen unter den Fahrgästen fest. Die fünf Pots­damer im Alter von 19 bis 33 Jahren wur­den in das Polizeige­wahrsam gebracht. Sofor­tige Er-mit­tlun­gen zum Ver­dacht der gefährlichen Kör­per­ver­let­zung führten zu den bei­den Hauptverdächti­gen. Der Alko­holtest ergab 1,97 Promille bei dem 26-Jähri­gen und 2,0 Promille bei dem Älteren. Bei­de sind bere­its aus ver­schiede­nen polizeilichen Ermit­tlun­gen bekan­nt. Der an Schul­ter und Ellen­bo­gen ver­let­zte Kameruner wurde in ein Kranken­haus ein­geliefert.

Angriff auf Aus­län­der

(PNN) Zwei Pots­damer wer­den beschuldigt, am Sonnabend in Nedlitz einen Asyl­be­wer­ber belei­digt und geschla­gen zu haben. Die stark alko­holisierten Män­ner im Alter von 26 und 33 Jahren wur­den festgenom­men und nach Beendi­gung polizeilich­er Maß­nah­men auf Weisung der Staat­san­waltschaft am Son­ntag früh ent­lassen.

Kurz vor 22 Uhr hat­te ein Wach­schutzmi­tar­beit­er des Asyl­be­wer­ber­heimes am Lerchen­steig die Polizei wegen ein­er Auseinan­der­set­zung zwis­chen ein­er Gruppe von Asyl­be­wer­bern und ein­er Gruppe Deutsch­er an der Bushal­testelle vor dem Objekt gerufen. An der Hal­testelle wur­den die sechs Aus­län­der aus der anderen Gruppe her­aus mit aus­län­der­feindlichen Äußerun­gen provoziert. Die Asyl­be­wer­ber zogen sich auf das Heimgelände zurück, wohin ihnen die Angreifer fol­gten. Dort kam es zu ein­er Auseinan­der­set­zung, bei der ein 31-jähriger Kameruner zu Boden geschla­gen und mit dem Fuß getreten wurde.

Die Angreifer­gruppe von ins­ge­samt fünf Per­so­n­en, darunter eine Frau, flüchtete anschließend mit dem Lin­ien­bus 691. Die Polizei stoppte den Bus auf der B 273 und stellte die Verdächti­gen fest. Sofor­tige Ermit­tlun­gen führten zu den bei­den Hauptverdächti­gen. Bei­de sind bere­its aus ver­schiede­nen polizeilichen Ermit­tlun­gen bekan­nt. Der an Schul­ter und Ellen­bo­gen ver­let­zte Kameruner wurde in ein Kranken­haus ein­geliefert.

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