17. April 2007 · Quelle: Recherchegruppe Neuruppin

Die NPD traf sich in Alt-Friesack

Das NPD-Mit­glied Peter Börs (geb. 1944) lud zum 14.04.2007 Fre­unde und Bekan­nte der NPD zu ein­er „Infor­ma­tionsver­anstal­tung“ ein. Angekündigt wurde Ste­fan Lux mit dem The­ma „Der (Windmühlen-)Kampf gegen rechts“. Tat­säch­lich trafen sich am let­zten Sam­stag über 25 NPD-Sym­pa­thisan­t_in­nen in dem Restau­rant „Alte Fis­chhütte“ in dem knapp 15 Kilo­me­ter von Neu­rup­pin ent­fer­n­ten Alt-Frie­sack unter Auss­chluss der Öffentlichkeit.

Inter­es­sant ist zum einen, dass laut der NPD-Inter­net­seite kein Kreisver­band Prig­nitz-Rup­pin mehr existiert, Peter Börs jedoch sich selb­st in der Ein­ladung noch als Kreisvor­sitzen­den vorstellt. Peter Börs ist im übri­gen auch Beisitzer im Vor­stand der NPD Brandenburg.

Deut­lich wer­den die Absicht­en der NPD, in Ost­prig­nitz-Rup­pin, die recht­sex­tremen Struk­turen zu ver­stärken. Davon zeugt auch, dass die Absender­adresse auf dem Ein­ladungs­brief mit der Adresse des Kreisver­ban­des Ober­hav­el sowie mit dem NPD-Kreisver­band Bran­den­burg übere­in stimmen.

Zum anderen ist das Vorge­hen der Recht­sex­tremen auf­schlussre­ich. Zuerst wur­den die Ein­ge­lade­nen gebeten, sich auf an der Auto­bah­naus­fahrt Neu­rup­pin Süd, auf dem kleinen Park­platz in Fahrtrich­tung Fehrbellin um 14:30 zu tre­f­fen, um den let­z­tendlichen Tre­ff­punkt zu erfahren. In der Ein­ladung wurde extra darauf hingewiesen, dass dies nicht aus Angst link­er „Gegen­demon­stran­ten“ passiere, son­dern dass diese Vorge­hensweise die Raumgeber_innen vor „unge­bete­nen“ Besucher_innen schützen soll. So weiß also auch die NPD, dass sich jed­er Men­sch öffentlich zu ver­ant­worten hat, wenn er mit ihnen kooperiert.

Kurz nach 14:15 holten sich dann nach und nach ca. 12 Autos und ein Moped sich die Adresse des Ver­anstal­tung­sort an diesem Park­platz ab und macht­en sich schle­u­nigst auf den
Weg zur „Alten Fis­cher­hütte“ in Alt Frie­sack (www.fischerhuette-altfriesack.de). Unter
anderem waren die Neu­rup­pin­er Neon­azis Ben­jamin Sch. und Mar­tin E. anwe­send, einige PKWs kamen aus dem Ober­havel­land sowie aus Berlin.

Was deut­lich wird, ist, dass die NPD und einige einzelne Rechtsextremisten_innen Struk­turen in OPR zu stärken ver­suchen, denn die Kom­mu­nal­wahlen in 2008 sind nicht mehr allzufern. Doch hier und nir­gend­wo darf der NPD Raum für ihr nation­al­is­tis­ches, ras­sis­tis­ches und anti­semi­tis­ches Gedankengut gegeben wer­den. Men­schen, die mit der NPD und anderen Rechtsextremisten_innen zusam­men arbeit­en, müssen sich öffentlich verantworten.

Es bleibt dabei — kein Raum für Neonazis!

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