30. Januar 2013 · Quelle: Inforiot

Die Rechte“ gründet Landesverband in Brandenburg

Neonazipartei vermeldet konstituierendes Treffen / Partei ist Auffangbecken für Neonazis aus verbotenen Organisationen

INFORIOT (Kor­rigiert: 3.3.) Die Neon­azi­partei „Die Rechte“ hat am 26. Jan­u­ar einen Lan­desver­band in Bran­den­burg gegrün­det. Dies teilte der Parteigrün­der und Bun­desvor­sitzende Chris­t­ian Worch im Nach­hinein auf sein­er Inter­net­seite mit.

Zum Lan­desvor­sitzen­den wurde Klaus Mann gewählt, seine Frau Sibylle Mann zur Stel­lvertreterin. Weit­ere Vor­standsmit­glieder seien Georg Woy­wod und Man­fred Wern­er gewor­den. Eben­falls dabei ist die Bernauerin Veroni­ka Urban, die 2011 nach Scheit­ern der DVU in die NPD über­trat.

Bran­den­burg ist drit­ter Lan­desver­band

Der Lan­desver­band in Bran­den­burg ist für „Die Rechte“ nach Nor­drhein-West­falen und Hes­sen erst der dritte bun­desweit. Die Partei wurde Pfin­g­sten 2012 in Ham­burg gegrün­det, als sich Hin­weise auf ein möglicher­weise anste­hden­des NPD-Ver­botsver­fahren verdichteten. Die Partei will, so Worch, „weniger radikal als die NPD“, aber „radikaler als die Pro-Bewe­gung“ sein.

Der Parteiname for­muliere den Anspruch, ein Pen­dant zur Partei „Die Linke“ zu wer­den: „Wenn es eine Linke gibt, sollte es fol­gerichtig auch eine Rechte geben“, so Worch. Man wolle „Nor­mal­bürg­er“ ansprechen.

Dies dürfte schw­er­fall­en. Worch ist seit Jahrzehn­ten ein­er der Köpfe des bun­desweit­en mil­i­tan­ten Neon­azis­mus. „Nor­mal­bürg­er“ soll­ten dadurch leicht abgeschreckt sein.

Die Rechte“ als Auf­fang­beck­en

Allerd­ings kommt es darauf wom­öglich auch gar nicht so sehr an: Tat­säch­lich dürfte Worch mit „Die Rechte“ ver­suchen, frühzeit­ig ein organsatorisches Auf­fang­beck­en für den Fall eines NPD-Ver­bot zu instal­lieren. In Dort­mund sind schon jet­zt große Teile des im August 2012 ver­bote­nen „Nationalen Wider­stand Dort­mund” in „Die Rechte“ einge­treten und haben einen Kreisver­band gegrün­det.

Lan­deschef war DVU-Funk­tionär

Der nun gewählte Bran­den­burg­er Lan­desvor­sitzende Klaus Mann, Jahrgang 1962, war jahre­lang Funk­tionär für die DVU, unter anderem im Lan­desvor­stand. In jün­ger­er Zeit war er stark bei NPD-Ver­anstal­tun­gen präsent.

Sein Grund­stück in Finow­furt stellt er für Szen­ev­er­anstal­tun­gen, ins­beson­dere für Recht­srock­konz­erte wie den NPD-„Preußentag“ zur Ver­fü­gung. Ehe­frau und Vize­landeschefin Sybille Mann ist Gemein­de­v­ertreterin in der Schorfhei­de — gewählt wurde sie 2008 auf dem Tick­et der damals noch exis­ten­ten DVU.

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