27. Januar 2013 · Quelle: Emanzipatorisches Jugendkollektiv Potsdam

Gedenken zum Tag der Auschwitz-Befreiung

ejkp über das Gedenken in Potsdam

Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch ein­mal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglich­er anderen voran, daß ich wed­er glaube, sie begrün­den zu müssen noch zu sollen.”
Theodor W. Adorno

 

Wieder jährte sich der Tag der Auschwitz-Befreiung, wieder galt es, an die Schreck­en des Holo­caust zu erin­nern und wieder muss an den noch immer herrschen­den Anti­semitismus erin­nert wer­den.
Das diesjährige Gedenken wurde erst­mals von ein­er Ver­anstal­tungsrei­he begleit­et. Diese fand unter der Losung „Vergessen ist die Erlaub­nis zur Wieder­hol­ung“ statt und stellte einen über­aus gelun­genen Rah­men rund um das Gedenken dar.
So wur­den ins­ge­samt 8 ver­schiedene Ver­anstal­tun­gen organ­isiert, darunter auch Führun­gen durch das ehe­ma­lige Konzen­tra­tionslager Sach­sen­hausen und durch das Jüdis­che Muse­um in Berlin. Den Abschluss der zwei Wochen bildete schließlich die zen­trale Gedenkkundge­bung am 27.1., dem Tag der Befre­itung Auschwitz’.

Fast 100 Men­schen sind gekom­men, um den Opfern der Shoah zu gedenken – den Men­schen, die nicht in das nazis­tis­che Welt­bild passten und in den Konzen­tra­tionslagern, aber auch an anderen Orten, ermordet wur­den. Neben dem Gedenken spielt auch das Mah­nen der heuti­gen Gen­er­a­tio­nen eine zen­trale Rolle auf dem antifaschis­tis­chen Gedenken: Eine Gesellschaft, in der Anti­semitismus noch immer auf bre­ite Zus­tim­mung stößt und auch andere Aus­gren­zungsmech­a­nis­men wie Antizigan­is­mus oder Ras­sis­mus in den Köpfen vorhan­den sind, kann nicht davon sprechen, sich der deutschen Schuld bewusst zu sein und Kon­se­quen­zen aus dieser zu ziehen. Eben­so wenig zielführend kann die soge­nan­nte Total­i­taris­mus­the­o­rie sein, die ver­sucht jeglich­es antifaschis­tis­ches Engage­ment durch die Gle­ich­set­zung mit Neon­azis zu dif­famieren.
Statt weit­er­hin zu ver­suchen, sich der Schul­dan­nahme zu ver­weigern, sollte die Prämisse sein, jeglich­es Han­deln, das aus­gren­zende Denkmuster bestärkt, aktiv zu bekämpfen und somit dafür zu sor­gen, dass Auschwitz sich nie wieder­holt.

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