15. Juli 2006 · Quelle: Antifaoffensive Westhavelland und Antifajugend Premnitz

Diffamierung geht weiter

Prem­nitz: *Nach dem in den let­zten Wochen im Stadt­ge­bi­et immer wieder Aufk­le­ber ein­er Grup­pierung namens “Nationale Sozial­is­ten Prem­nitz” fest­gestellt wur­den, die sich offen­siv gegen Antifa­grup­pen, linke Fußball­fan­grup­pen und Punk Rock Com­mu­ni­ties richteten, wer­den jet­zt offen­bar auch Einzelper­so­n­en gezielt dif­famiert.

In der Mozart­straße Ecke Bergstraße wurde am ver­gan­genen Mittwoch ein mit den Far­ben schwarz — weiß — rot gestal­teter selb­stk­leben­der Zettel von einem Verkehrss­child ent­fer­nt auf den ein hörgeschädigter Punk aus Prem­nitz namentlich und visuell zu erken­nen ist und auf­grund sein­er Behin­derung belei­digt wird.

Damit knüpfen die Täter, die ver­mut­lich auch für Aufk­le­ber mit Slo­gans wie “Arbeit macht frei” ver­ant­wortlich sind, weit­er an die Ver­her­rlichung von ver­brecherischen Prak­tiken während der NS — Dik­tatur an. Der Slo­gan “Arbeit macht frei” war ein mak­aber­er “Willkom­mensgruß” am Ein­gangstor mehrerer Konzen­tra­tions — und Ver­nich­tungslager im drit­ten Reich und verdeut­licht auf zynis­ch­er Weise das NS — Prinzip “Ver­nich­tung durch Arbeit”.
Auch die gezielte Dif­famierung von behin­derten Men­schen lässt Erin­nerun­gen an ver­brecherische Prak­tiken im nation­al­sozial­is­tis­chen Deutsch­land erweck­en. Im so genan­nten Euthanisiepro­gramm der Nation­al­sozial­is­ten wur­den gezielt behin­derte Men­schen als “leben­sun­wert” in die Gaskam­mern getrieben.

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