31. Januar 2017 · Quelle: Opferperspektive e.V.

Diskriminierung erkennen und bekämpfen. Eine Handreichung für Vermieter*innen, Beratungsstellen und Betroffene

Rassismus auf dem Wohnungsmarkt

Die Antidiskri­m­inierungs­ber­atung Bran­den­burg der Opfer­per­spek­tive e.V. veröf­fentlicht eine Han­dre­ichung zu diskri­m­inieren­den Prax­en auf dem Woh­nungs­markt, mit der sie Vermieter*innen, Beratungsstellen und Betrof­fene über Rechts­grund­la­gen und Hand­lungsmöglichkeit­en informieren und bestärken will, gegen diese Diskri­m­inierun­gen vorzuge­hen.
Für die Broschüre „Ras­sis­mus auf dem Woh­nungs­markt. Diskri­m­inierung erken­nen und bekämpfen. Eine Han­dre­ichung für Vermieter*innen, Beratungsstellen und Betrof­fene“ legte die ADB Bran­den­burg gängige
Diskri­m­inierungsmuster dem Berlin­er Büro für Recht und Wis­senschaft zur juris­tis­chen Prü­fung und Bew­er­tung vor. Neben ein­er genauen juris­tis­chen Einord­nung einzel­ner Diskri­m­inierungstatbestände bietet die Broschüre weit­erge­hende Infor­ma­tio­nen zum Umgang mit Ras­sis­mus auf dem Woh­nungs­markt und soll bei allen Beteiligten Rechtssicher­heit und damit Hand­lungssicher­heit fördern.
„Ras­sis­mus und Diskri­m­inierun­gen sind auch auf dem Woh­nungs­markt all­ge­gen­wär­tig. Wohnen ist ein grundle­gen­der und sehr sen­si­bler Lebens­bere­ich. Wenn Men­schen Wohn­raum ver­weigert wird oder sie in ihrem Wohnum­feld belei­digt oder bedro­ht wer­den, wird Ras­sis­mus zur per­ma­nen­tem All­t­ags­be­las­tung oder gar zur Exis­tenzbedro­hung,“ betont Ing­mar Pech von der ADB Bran­den­burg die Notwendigkeit, ras­sis­tis­ch­er Diskri­m­inierung auf dem Woh­nungs­markt kon­se­quent zu begeg­nen.
Sowohl in Bran­den­burg wie bun­desweit sind Geflüchtete, Men­schen mit Migra­tions­geschichte, Schwarze Deutsche und Sin­ti und Roma von ras­sis­tis­ch­er Diskri­m­inierung auf dem Woh­nungs­markt betrof­fen. Ihnen wird oft keine Woh­nung ver­mi­etet, sie zahlen höhere Mieten oder Betrieb­skosten oder wer­den von ein­er feindlich eingestell­ten Nach­barschaft schikaniert und aus dem Haus ver­drängt.
Woh­nungs­bauge­sellschaften, Genossen­schaften, Ver­mi­etungs­büros und Vermieter*innen haben eine große gesellschaftliche Ver­ant­wor­tung, aktiv für ein diskri­m­inierungssen­si­bles Kli­ma einzutreten
und diskri­m­inieren­des Ver­hal­ten zu beseit­i­gen.
„Unter den Bedin­gun­gen der gegen­wär­tig ver­schärften ras­sis­tis­chen Diskurse in der Öffentlichkeit und ein­er drama­tis­chen Verteilung­sprob­lematik angesichts knap­pen Wohn­raumes an manchen Orten
ist es notwendig, einen gemein­samen Prozess in Gang zu set­zen, um Diskri­m­inierung aller Art auf dem Woh­nungs­markt zu bekämpfen. Mit unser­er Han­dre­ichung wollen wir hier­für Infor­ma­tio­nen und Anre­gun­gen liefern und an Vermieter*innen appel­lieren, die Gle­ich­be­hand­lung aller Mieter*innen und Wohnungsbewerber*innen zu garantieren,“ skizziert Ing­mar Pech die gegen­wär­tige Her­aus­forderung auf dem Woh­nungs­markt.
Hier nun der Link zur Broschüre:Ras­sis­mus auf dem Woh­nungs­markt

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