12. Dezember 2011 · Quelle: Antifaschistisches Netzwerk [AFN]

Dokumentation zu (Neo)naziaktivitäten in Brandenburg an der Havel erschienen

Brandenburg/H. - Antifa veröffentlicht Recherchebroschüre

 

Ein antifaschis­tis­ches Autor_innenkollektiv hat in den ver­gan­genen Monat­en (neo)nazistische Ten­den­zen in Bran­den­burg an der Hav­el analysiert sowie zur Entwick­lung des lokalen (Neo)nazimilieus seit Beginn der 1990er Jahre geforscht und daraus eine Broschüre erstellt, die ab sofort vor­liegt.

In der Doku­men­ta­tion wird aufgezeigt, dass seit unge­fähr 20 Jahren ein (neo)nazistisches Milieu kon­tinuier­lich in der Havel­stadt aktiv ist, dass dieser Per­so­n­enkreis Gewalt als legit­imes Mit­tel ansieht und dabei sog­ar über Leichen geht.
Beschrieben wer­den aber auch aktuelle Ver­suche der NPD sowie so genan­nter „freier“ Kräfte in Bran­den­burg an der Hav­el ver­stärkt Lokalsek­tio­nen aufzubauen und somit in deren stadtüber­greifende Erwä­gun­gen mit einzubeziehen bzw. deren über­re­gionale poli­tis­che Strate­gie zu inte­gri­eren.

Dem ent­ge­gen wer­den Beispiele genan­nt, wie dem (neo)nazistischen Milieu in jüng­ster Ver­gan­gen­heit kreativ ent­ge­gengewirkt wurde, wie beispiel­sweise ein NPD Info­s­tand in Bran­den­burg an der Hav­el durch einen Kuchen­stand vere­it­elt oder ein (Neo)naziaufmarsch in Neu­rup­pin erfol­gre­ich block­iert wurde.

Kri­tisiert wird hinge­gen das Schweigen der Stadt­führung zu den anhal­tenden (Neo)naziaktivitäten. Es ist unver­ständlich das die drittgrößte Stadt im „tol­er­an­ten“ Land Bran­den­burg, die gle­ichzeit­ig auch die Namensge­berin der Mark und Mitaus­rich­terin der BUGA 2015 ist, es sich offen­bar leis­ten kann ein­fach wegzuschauen. Haben die Ver­ant­wortlichen etwa nichts aus dem Tod des im Jahr 1996 von einem (Neo)nazi in Bran­den­burg an der Hav­el getöteten Sven Beuter gel­ernt?

Doku­men­ta­tion als PDF (3,04 MB)

Neon­azis­tis­che Straftat­en (seit 1996, Auswahl)

Pressemit­teilung als PDF

Doku-Video zur Broschüre

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