22. Dezember 2007 · Quelle: Inforiot

Dort erfriert der nationale Widerstand”

Für Fre­itag den 21.12.2007 melde­ten die neon­azis­tis­chen “Freien Kräfte Pots­dam” eine Sol­i­dar­ität­skundge­bung vor dem Neu­rup­pin­er Landgericht an (Infori­ot berichtete). Gegen die rechte Aktion gab es eine Kundge­bung von über 150 Men­schen.

Die recht­sex­treme Sol­i­dar­ität­skundge­bung wid­mete sich den Angeklagten Mario Schulz, Mar­tin Win­ter­lich und Maik E.. Zwei ihrer Anwälte wie auch die Staat­san­waltschaft hat­ten Revi­sion gegen das Urteil des Amts­gerichts von Per­leberg von Dezem­ber 2006 ein­gelegt, das Mario Schulz zu 14 Monat­en und Mar­tin Win­ter­lich zu 12 Monat­en auf Bewährung verurteilt hat. Gegen­stand der Ver­hand­lun­gen waren die Flug­blät­ter “Nein, Ger­ald, Du bist nicht Deutsch­land” und “Speku­lanten-ade!” des “Schutzbund Deutsch­land”. Ersteres richtet sich gegen den Schalke-Fußball­spiel­er Ger­ald Asamoah. Mit­tler­weile wird dieses nicht mehr auf Volksver­het­zung (im Gegen­satz zum anderen) son­dern auf Belei­di­gung geprüft. Während des Ver­hand­lungstages standen etwa 20 Neon­azis, darunter auch einige bekan­nte Gesichter aus Pots­dam und Umfeld, im Hof des Landgerichts. Sie hiel­ten Trans­par­ente wie “Leben heißt kämpfen! Nationaler Sozial­is­mus, jet­zt!”. Unter­malt mit Musik (u.a. auch wieder mal Ton Steine Scher­ben) und recht­en Parolen demon­stri­erten sie für “Mei­n­ungs­frei­heit für Maik E.” Laut wur­den sie jedoch von ein­er spon­ta­nen Gegenkundge­bung mit Trom­meln und Sprechchören übertönt. Diese wurde kurz vor der Ver­hand­lung angemeldet — zuvor wur­den “dem linken Spek­trum zuor­den­bare” Men­schen von der Polizei kon­trol­liert und teil­weise durch­sucht. Mehr als 100 Schüler_innen aus der Evan­ge­lis­chen Schule schlossen sich der Gegenkundge­bung an, die einen unter­richts­freien Vor­mit­tag beka­men, um gegen die Recht­en “Flagge zu zeigen.

Zweimal ver­sucht­en Neon­azis Men­schen aus der Gegenkundge­bung anzu­greifen, die Polizei ver­hin­derte dies. Desweit­eren fotografierten und filmten zwei Anti-Antifas die kom­plette Gegenkundge­bung ab. Gegen elf Uhr wurde die Gerichtsver­hand­lung been­det, eine halbe Stunde später pack­ten die Neon­azis draußen ihre Sachen. Ver­ab­schiedet wur­den sie mit dem Sprech­chor “Eure Eltern holen Euch gle­ich ab”.

Der näch­ste Ver­hand­lungstag ist am 15. Feb­ru­ar, 10 Uhr.
Weit­ere Ver­hand­lungstage find­en im zwei­wöchentlichen Takt fre­itags statt.
Weit­ere Infos gibt es hier.

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