26. Februar 2005 · Quelle: MOZ

Dosto-Anschlag: Täter kamen zu Fuß

Bernau. Das Bild der Ereignisse im Zusam­men­hang mit dem Anschlag auf den
Jugend­klub DOSTO in der Bernauer Bre­itschei­d­straße in der Nacht zum 23.
Jan­u­ar, einem Son­ntag, run­det sich nach den bish­eri­gen Ermit­tlun­gen der
Polizei ab. Sie geht davon aus, dass unmit­tel­bar am Jugend­klub eine
kleine Gruppe, möglich­er Weise auch nur eine Einzelper­son, aktiv waren.
Dort wurde mit einem großen Feuer­w­erk­skör­p­er aus pol­nis­ch­er Produktion
ein Fen­ster stark beschädigt. “Im ver­gan­genen Jahr gab es im Raum
Anger­münde eine Serie von Anschlä­gen auf Tele­fonzellen mit dem gleichen
Feuer­w­erk­skör­p­er”, berichtete Krim­i­nal­haup­tkom­mis­sar Thorsten Schmidt.
Ein­er davon reichte aus, um eine Tele­fonzelle zu zer­stören, beschreibt
Schmi­di deren Sprengkraft. Die Anger­mün­der Serie ist aufgek­lärt und steht
nicht im Zusam­men­hang mit dem Bernauer Anschlag. Sie zeigt jedoch, wie
gefährlich diese Sprengkör­p­er sind. 

“1000 Euro Beloh­nung” ste­ht in roten Let­tern auf dem Flug­blatt, dass die
Bernauer Polizei in Bernau verteilt. Gesucht wer­den Zeu­gen die
Beobach­tun­gen in der Zeit von 0.30 Uhr bis 2 Uhr gemacht haben. Die Tat
wurde um 1.40 Uhr began­gen. Der oder die Täter sind ver­mut­lich über die
Bre­itschei­d­straße geflo­hen. Hät­ten sie die Flucht über die gegewärtigen
Grund­stücke ange­treten, hät­ten sie an der Ein­ganstür des noch besuchten
DOS­TOs passieren müssen. Nicht auszuschließen ist, dass nur ein bis drei
Per­so­n­en die Tat beg­in­gen, auf der Bre­itschei­d­straße aber die größere
Gruppe wartete. 

Dass die Täter mit dem Auto bis zum DOSTO vorge­fahren sind, sei
unwahrschein­lich. Zumin­destens die unmit­tel­bare Annährung erfol­gte wohl
zu Fuß, so Thorsten Schmidt. Gefragt wird nach Per­so­n­en, die sich
schnell vom Tatort ent­fer­n­ten haben, in Rich­tung Innen­stadt oder zum
Bahn­hof. Eine bes­timmte szene­typ­is­che Klei­dung müssen die Täter nicht
getra­gen haben. 

Warschein­lich sei, dass der Anschlag in Verbindung mit dem Auf­marsch von
Recht­en am Vor­mit­tag in Bernau ste­ht, doch ein krim­ineller Hintergrund
wird nicht gän­zlich ausgeschlossen.
Hin­weise erbit­ten die Krim­i­nalpolizei Eber­swalde unter Tele­fon (03334)
2799201 oder ‑221 sowie an jede andere Polizeidienststelle.

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