22. Juli 2008 · Quelle: gegenrede.info

DVU und NPD noch nicht in Sicht

Lore Lierse in Schönow, Foto: ipr

(gegenrede.info) Pin­now (ipr) Eine Umfrage bei den ins­ge­samt 13 Städten, Ämtern, amts­freien Gemein­den und beim Kreis Uck­er­mark direkt hat ergeben, dass knapp einem Monat vor Melde­schluss noch keine Lis­ten von DVU, NPD oder ander­er recht­sex­tremer Wäh­lerge­mein­schaften in der Uck­er­mark ein­gere­icht wur­den. Lediglich das Amt Ger­swalde ver­weigerte die Auskunft. 

Das ist umso erstaunlich­er, da bere­its vor zwei Wochen durch die „Kom­mu­nalpoli­tis­che Vere­ini­gung“ (KPV) der NPD verkün­det wor­den war, dass es in Bran­den­burg keine Gebi­ete gäbe, in denen kein nationaler Poli­tik­er antreten wird. Die Antritte bei den Kreistagswahlen wur­den als oblig­a­torisch bezeichnet. 

In einem Tre­f­fen am 06. Juli 2008, das im Nor­dosten Bran­den­burgs stattge­fun­den haben soll, sollen sog­ar schon die möglichen Kan­di­dat­en für die Kreistage und Städte ver­sam­melt gewe­sen sein, um partei­in­tern zu klären „wer wo antritt und wie die Unter­stützung­sun­ter­schriften am effek­tivsten zu beschaf­fen sind.“ 

Bei diesem Tre­f­fen soll auch ver­traulich mit­geteilt wor­den sein, welche Gebi­ete der DVU über­lassen wer­den, und in welchen die NPD antritt. „Die Absprachen mit der DVU darüber sind konkret und abgeschlossen und wer­den von bei­den Seit­en einge­hal­ten wer­den,“ heißt es dazu auf der Web­site der KPV

So kon­se­quent ver­traulich scheint das allerd­ings die DVU in Bran­den­burg nicht zu sehen. Denn die hat bere­its auf ihrer Web­site verkün­det, dass man die Kan­di­dat­en für die Wahl zum Kreistag Barn­im bere­its bes­timmt habe. Ob der NPD-Kreisver­band Barnim/Uckermark damit wirk­lich zufrieden sein kann, darf bezweifelt wer­den. Hat er doch mit dem Kreisvor­sitzen­den Mike Sandow oder auch Lore Lierse seine Führungs­fig­uren im Barn­im und nicht in der Uckermark. 

Mögliche Kreise in denen die NPD kan­di­dieren wird benen­nt die Bernauerin Lotte Lierse, Mit­glied im Vor­stand der KPV, indem sie darauf hin­weist, „dass die NPD in den Land­kreisen Oder-Spree und Ober­hav­el keine Unter­stützung­sun­ter­schriften braucht – was auch für die Städte und Kom­munen gilt, die in diesen Land­kreisen liegen.“ 

Bran­den­burgs NPD hofft auf Unter­stützung aus Sach­sen. Dazu heißt es bei der KPV, „dass die Kräfte nach der erfol­gre­ichen Wahl in Sach­sen nun wieder frei sind, um in Bran­den­burg zu Hil­fe zu kom­men. Unterkün­fte und Finanzmit­tel ste­hen zur Verfügung.“ 

Mike Sandow in Joachim­sthal, Foto: ipr

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