19. Juli 2012 · Quelle: Antifa Prenzlau

Eine Gedenkradtour für Marinus Schöberl

Potzlow - Um an die Ermordung von Marinus Schöberl zu erinnern und sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, organisierte die Antifa-Jugend-Prenzlau und die DIE LINKE.Prenzlau gemeinsam mit dem Mobilen Beratungsteam eine „Antifaschistische Radtour“ zum Ort des Verbrechens.

Zum zehn­ten Mal jährte sich der grauen­volle Mord an Mar­i­nus Schöberl. In der Nacht vom 12.Juli zum 13.Juli 2002 wurde der sechzehn­jährige Mar­i­nus Schöberl von drei recht­sradikalen Jugendlichen zu Tode gequält. Sie mis­shan­del­ten ihn auf bes­tialis­che Weise und trat­en ihn schließlich mit dem soge­nan­nten „Bor­d­stein­kick“ zu Tode. Mar­i­nus Leiche ver­schar­rten die drei Täter in ein­er Gül­le­grube neben einem Schweinestall. Heute erin­nert ein Gedenkstein neben dem Pot­zlow­er Fried­hof an die schreck­liche Blut­tat.

Um an diese schreck­liche Ermor­dung von Mar­i­nus Schöberl zu erin­nern und sie nicht in Vergessen­heit ger­at­en zu lassen, organ­isierte die Antifa-Jugend-Pren­zlau und die DIE LINKE.Prenzlau gemein­sam mit dem Mobilen Beratung­steam eine „Antifaschis­tis­che Rad­tour“ zum Ort des Ver­brechens. Am Nach­mit­tag des 13.Julis 2012 ver­sam­melten sich 15 tapfere Rad­fahrer unter Ihnen auch die  Bun­destagsab­ge­ord­nete Sabine Stüber vor dem Pren­zlauer Kino in der Friedrich­straße, die trotz des starken Regens den Weg ent­lang des Uck­ersees nach Pot­zlow auf sich nah­men. In Pot­zlow wurde wir von etwa 10 Bürg­erin­nen und Bürg­ern der Gemeinde emp­fan­gen.  Zunächst tauscht­en wir unsere Gedanken aus und Gerd Krug, Vor­sitzen­der des Vere­ins „Mit­telpunkt der Uck­er­mark e.V.“, erzählte uns von dem Umgang mit der Tat inner­halb des Dor­fes. Danach gin­gen wir gemein­sam zum Gedenkstein, an dem die Antifa-Jugend-Pren­zlau eine Gedenkrede für die Opfer rechter Gewalt hielt. Zum Zeichen der Unvergessen­heit legten alle Teil­nehmer weiße Nelken nieder. Wie in jedem Jahr gedachte die Pot­zlow­er Gemeinde mit ein­er Gedenk-Andacht an Mar­i­nus Ermor­dung, denn für das Leben in ein­er Gemein­schaft ist die Erin­nerung wichtig.

Wir alle sind uns einig, dass wir recht­sradikalem Gedankengut keinen Raum lassen dür­fen. Deshalb sprechen wir uns  gegen Gewalt­tat­en aller Art und gegen die Ver­harm­lo­sung und Igno­ranz nation­al­sozial­is­tis­ch­er Mei­n­un­gen aus. Für uns ist es von großer  Bedeu­tung uns für eine tol­er­ante, aufmerk­same, antifaschis­tis­che, demokratis­che Ein­heit stark zu machen und dies unab­hängig von Parteizuge­hörigkeit, poli­tis­ch­er Überzeu­gung, Kon­fes­sion, Nation­al­ität und eth­nis­ch­er Zuge­hörigkeit. Aus diesen Grün­den haben wir schon in der Ver­gan­gen­heit durch Infos­tände, Demon­stra­tio­nen und Gedenkver­anstal­tun­gen auf rechte Gewalt aufmerk­sam  gemacht. Und auch in Zukun­ft wer­den wir Aktio­nen zur Aufk­lärung und zur Infor­ma­tion durch­führen. Im Sep­tem­ber haben wir einen „Tag der Tol­er­anz“ mit Work­shops, Unter­hal­tung­spro­gramm und viel­seit­i­gen Infos­tän­den geplant.

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