15. Januar 2012 · Quelle: Antifaschistisches Netzwerk [AFN]

Endlich umdenken!

(Neo)nazis aus Brandenburg an der Havel marschierten in Magdeburg mit

Geht es nach dem öffentlichen Mei­n­ungs­bild in Bran­den­burg an der Hav­el hätte sich die Szene am Haupt­bahn­hof gestern gar nicht passieren dür­fen. Organ­isierte (neo)nazistische Struk­turen sind offiziell in der Stadt nicht bekan­nt oder sollen nicht erkan­nt wer­den. Den­noch ver­sam­melten sich bis zu 20 (Neo)nazis unter Vor­sitz des Bran­den­burg­er NPD Orts­bere­ich­sleit­ers Franz Pop­pen­dieck am Haupt­bahn­hof und fuhren gemein­sam mit Gle­ich­gesin­nten aus anderen Städten per Bahn nach Magde­burg. Dort fand am gestri­gen Tage ein­er der größte (Neo)naziaufmärsche in der Bun­desre­pub­lik statt.

Um sich in Magde­burg entsprechend in Szene zu set­zen führten die Bran­den­burg­er (Neo)nazis sog­ar diverse Devo­tion­alien mit, die unüberse­hbar die Herkun­ft, der sich dazu beken­nen­den präsen­tierte. So trat beispiel­sweise die mit­gereiste Vere­ini­gung „Freie Kräfte Brandenburg/Havel“ mit eigen­em Ban­ner in Erschei­n­ung. Andere Bran­den­burg­er (Neo)nazis aus der Reiseg­ruppe tru­gen wiederum unüberse­hbar schwarze Fah­nen mit der Auf­schrift des Heima­tortes.

Offen­bar ist das (neo)nazistische Milieu in Bran­den­burg an der Hav­el doch nicht so inak­tiv wie manch eine/r in der Ver­gan­gen­heit ver­mutete. Und auch der NPD Orts­bere­ich, bzw. dessen offizieller Orts­bere­ich­sleit­er scheint nach wie vor aktiv zu sein.

Vielle­icht bietet diese Tat­sache aber auch eine Chance, näm­lich die, endlich den zunehmenden (Neo)nazismus in der Stadt nicht mehr tot zu reden, den Schleier der Igno­ranz fall­en zu lassen, das Übel an der Wurzel zu pack­en und langfristige Konzepte dage­gen zu erar­beit­en.

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