6. Juni 2003 · Quelle: MOZ

Erste Erfolge bei Arbeit mit jungen rechtsextremen Strafgefangenen

Pots­dam (ddp-lbg). Bei der Bil­dungsar­beit mit jun­gen recht­sex­trem­istis­chen
Strafge­fan­genen zeich­nen sich nach Angaben des Pots­damer Jus­tizmin­is­teri­ums
Erfolge ab. Die Teil­nehmer hät­ten sich «über­wiegend sehr inter­essiert» an
den Diskus­sion­srun­den beteiligt, betonte Jus­tizmin­is­terin Bar­bara Rich­stein
(CDU) in ein­er am Fre­itag in Pots­dam vorgelegten Zwis­chen­bi­lanz. In den
Train­ingskursen seien «bemerkenswert viele» Jugendliche bere­it gewe­sen, sich
auf eine ern­sthafte Auseinan­der­set­zung mit bish­eri­gen Ein­stel­lun­gen
einzu­lassen. Ange­bote an betrof­fene Eltern, sich berat­en zu lassen, seien
eben­falls gut angenom­men wor­den.

Vor zwei Jahren wurde unter dem dama­li­gen Jus­tizmin­is­ter Kurt Schel­ter (CDU)
mit dem Mod­ell­pro­jekt «Präven­tive Arbeit mit recht­sex­trem bee­in­flussten
Jugendlichen im Strafvol­lzug des Lan­des Bran­den­burg» begonnen. Es wandte
sich an jugendliche Strafge­fan­gene in den Gefäng­nis­sen von Sprem­berg,
Frank­furt (Oder) und Wriezen.

Bestandteil des bis 2005 geplanten Pro­jek­ts sind Diskus­sions­foren,
Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen und päd­a­gogis­che Grup­pe­nar­beit. Experten gehen
davon aus, dass etwa ein Drit­tel der rund 500 jugendlichen Strafge­fan­genen
in den Vol­lzugsanstal­ten des Lan­des zur recht­sex­tremen Szene gezählt wer­den
müssen. Etwa 25 von ihnen wür­den zum «harten Kern» gehören.

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