9. Januar 2007 · Quelle: www.gendreck-weg.de

Erste Prozess-Serie gegen FeldbefreierInnen in Brandenburg

Gen­tech­nik stop­pen, Feld­be­freier freis­prechen!

Am 11. Jan­u­ar 2007 sollen sich gle­ich acht Teil­nehmer und Teil­nehmerin­nen
der Feld­be­freiungsak­tion im ver­gan­genen Juli in Badin­gen vor dem
Amts­gericht Zehdenick ver­ant­worten.

Hun­derte von Gen­tech­nikgeg­n­ern hat­ten im Inter­net öffentlich ihre Absicht
erk­lärt, aktiv Gen­maispflanzen unschädlich zu machen. Am Aktion­stag
erre­icht­en trotz Polizeiein­satz rund 80 Men­schen dieses Ziel, 24 wur­den
ver­haftet, acht von ihnen erhiel­ten nun die Ladung für den kom­menden
Don­ner­stag.

Thomas Janosch­ka ist ein­er der Angeklagten. Er betont: “Die Gen­tech­nik ist
eine
große Gefahr für die bäuer­liche Land­wirtschaft in aller Welt. Die
Recht­sprechung
in Deutsch­land ken­nt den recht­fer­ti­gen­den Not­stand. Es ist nicht straf­bar,
etwas
zu zer­stören, wenn nur so ein größeres Übel zu ver­hin­dern ist.”
In Frankre­ich wur­den 2006 Feld­be­freier freige­sprochen, da kein­er von ihnen
aus
Eigen­nutz han­delte, son­dern die Pflanzen zer­stört wur­den, um Umwelt,
Gesund­heit
und Land­wirtschaft zu schützen.

Der Not­stand tritt mit dem Beginn der Frei­land­sai­son ein: Ein­mal aus­ge­bracht
sind die Gen­tech-Pflanzen nicht mehr rück­hol­bar. Ins­beson­dere Imk­er, aber
auch
viele Bauern sehen ihre Exis­tenz durch die Aus­bre­itung der Gen­tech­nik
gefährdet.
Die Mehrheit der Bun­des­bürg­er ist gegen Gen­tech­nik auf den Feldern und
Tellern.
Trotz­dem schützt die Poli­tik Men­schen und Umwelt nicht vor den Gefahren der
manip­ulierten Saat.

Hol­ger Isabelle Jänicke von der Recht­shil­fe­gruppe von Gen­dreck weg erk­lärt:
“Die Gerichte haben nicht nur die Auf­gabe zu entschei­den, ob der Bürg­er den
Ack­er betreten darf, son­dern müssen auch prüfen, ob die Regierung Men­sch und
Umwelt der­ar­ti­gen Gefahren aus­set­zen darf.”
Die Ini­tia­tive Gen­dreck-weg fordert, alle Feld­be­freier freizus­prechen.
Michael Grolm von der Ini­tia­tive: “Es ist falsch, die Men­schen anzuk­la­gen,
die das Notwendi­ge tun. Die Prozesse kön­nen den Protest nicht ein­schüchtern.
Bere­its jet­zt gehen täglich neue Absicht­serk­lärun­gen ein von Men­schen, die
auch 2007 wieder Gen­mais-Felder befreien wer­den.”

Prozess-Ort und Zeit: Amts­gericht Zehdenick,

Friedrich-Ebert-Platz 9.,

Don­ner­stag, 11. Jan­u­ar, 10 Uhr im Saal 6.

Sehr geehrte Damen und Her­ren,

wir wür­den uns freuen, wenn Sie zum Prozesster­min nach Zehdenick
kom­men kön­nten. Gerne hal­ten wir Sie auf dem Laufend­en über den Aus­gang
des Prozess­es. Ein weit­er­er Ter­min ste­ht jet­zt schon fest: Am 18. Jan­u­ar
ver­han­delt das Landgericht Neu­rup­pin über eine Klage des Gen­tech-Anbauers
und des Gen­tech-Konz­ernes Mon­san­to gegen den Beruf­simk­er und Feld­be­freier
Michael Grolm.

Für Rück­fra­gen:

Jut­ta Sun­der­mann, 0175 / 86 66 76 9

Hol­ger Isabelle Jänicke, 0170 / 75 65 45 1

Michael Grolm, 0170 / 10 87 17 4

aktion@gendreck-weg.de

www.gendreck-weg.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Heute ist Anne Frank Tag! Am 12. Juni 2019, dem Geburt­stag von Anne Frank, engagierten sich auch zahlre­iche Schulen gegen Ras­sis­mus — Schulen für Courage, für eine demokratis­che Gesellschaft ohne Anti­semitismus und Ras­sis­mus.
Vom 31.05.–09.06. befand sich die Rotzfreche Asphaltkul­tur auf „Antifrak­tour“ durch Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg. Das Ziel war es, soziale Missstände sicht­bar zu machen, und regionale Aktivist*Innen zu unter­stützen.
Wohin führt der Ruck nach rechts? Am 05.06. lud die Gedenkstätte Sach­sen­hausen zur Diskus­sion darüber, wie Erin­nerungskul­tur in Zeit­en des Recht­srucks lebendig bleiben kann.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot