10. November 2004 · Quelle: MOZ

Es brennt Brüder, es brennt”

Mehr als 100 Bernauer gedacht­en gestern der Opfer des Pogromen
Bernau: Erst­mals seit der Wende gab es gestern Abend in Bernau eine
Gedenkver­anstal­tung an die Pogrom­nacht des 9. Novem­ber 1938. Nach der
Eröff­nung durch Jugendliche des evan­ge­lis­chen Vere­ins “Offene Hütte”
sang Elis­a­beth Kun­ze aus Lobe­tal auf dem Mark­t­platz “Es bren­nt Brüder,
es bren­nt” und “Soll ein Scholem” , zwei jüdis­che Lieder die unter dem
Ein­druck eines Pogromes enstanden. Proffes­sor Carl-Jügen Kalter­born
erzählte die Geschichte “Enkel Novem­ber”. Unter Klän­gen des Bläser­chor
St. Marien schrit­ten die Teil­nehmer mit Lichtern in die Brauer­straße, wo
es bis 1892 eine Syn­a­goge gab. Vor der Gedenk­tafel wurde an die aus
Bernau ver­schleppten jüdis­chen Fam­i­lien erin­nert.

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