13. Oktober 2005 · Quelle: MAZ

Facettenreiche Lebenspfade

(MAZ) Frauenpfade sind das The­ma des 9. Fes­ti­vals der Frauen, das vom 1. bis 6. Novem­ber stat­tfind­et. Wie steinig die Pfade sein kön­nen, wis­sen die Pro­tag­o­nistin­nen vom Autonomen Frauen­zen­trum selb­st am besten. Da die nöti­gen Fördergelder von 5400 Euro nicht rechtzeit­ig zur Ver­fü­gung standen und die Frauen den Kampf um sel­bige nicht aufgeben woll­ten, musste das für Sep­tem­ber geplante Fes­ti­val ver­schoben wer­den. Inzwis­chen hat Frauen­min­is­terin Dag­mar Ziegler die Schirmherrschaft über­nom­men und 2450 Euro lock­er gemacht. Das restliche Geld wird noch von der MBS erwartet, an die sich die Stadt nochmals gewandt habe, sagte Hei­derose Ger­ber, Chefin des Frauen­zen­trums, gestern der MAZ

Nichts­destotrotz sei wieder ein “anspruchsvolles Pro­gramm” mit Lesun­gen, Fil­men und Kun­stak­tion ent­standen. Let­ztere eröffnet tra­di­tionell das Fes­ti­val mit Impro­vi­sa­tio­nen in der Öffentlichkeit. Wegen des späteren Ter­mins ver­legten die Frauen — prag­ma­tisch, wie sie nun ein­mal sind — die Aktion ins Stern-Cen­ter. Sie find­et am 1. Novem­ber um 14.30 Uhr mit der aus­tralis­chen Schaus­pielerin Rachel Pat­ti­son und Stu­dentin­nen der Berlin­er Hochschule für Schaus­pielkun­st “Ernst Busch” statt. 

Frauenpfade, so meint Kul­tur­or­gan­isatorin Anna Bröm­sel, beschreiben Ideen und Lebenswege von Frauen ver­schieden­er Gen­er­a­tio­nen und Herkun­ft, die die Rol­len­zwänge durch­schaut­en, Lösun­gen fan­den, anderen Mut machen und Anre­gun­gen geben. Rina Nis­sim, Heil­prak­tik­erin und Mit­be­grün­derin des Gen­fer Frauenge­sund­heit­szen­trums, lässt in ihrem neuesten Buch “Lustvoll — Weib­liche Sex­u­al­ität in jedem Leben­salter” Frauen zu Wort kom­men, die ihre eigene Sex­u­al­ität erst ken­nen ler­nen oder diese wieder­beleben, nach­dem jahre­lange Fam­i­lien­ar­beit Muße, Kraft und Sen­si­bil­ität für ein eigenes Sexleben ger­aubt hat­te. Nis­sim liest und disku­tiert am 2. Novem­ber im Frauen­zen­trum. Von “Frieden­streiberin­nen” weiß die Berlin­er Jour­nal­istin Ute Scheub zu bericht­en. Sie macht in ihrem Buch mit Frauen bekan­nt, die in Krisen­ge­bi­eten helfen und visionäre Ziele wie totale Abrüs­tung und Abschaf­fung von Gewalt und Zwang nicht aufgeben wollen — als Rich­terin beim Kriegsver­brech­er-Tri­bunal, als Mitar­bei­t­erin bei der Inter­na­tionalen Arbeit­sor­gan­i­sa­tion ILO… Die Schreib­w­erk­statt bietet den Frieden­streiberin­nen am 3. Novem­ber Asyl in Potsdam. 

Das Waschhaus bietet am 4. Novem­ber seine Bühne der in Berlin leben­den Tex­aner­in Twana Rhodes, deren Stimme Kri­tik­er als “tre­f­fliche Melange aus der diven­haften Stimme Whit­ney Houstens, der Sinnlichkeit Sades und der emo­tionalen Kraft von Melis­sa Etheridge” beschreiben. Ihre lyrischen Eigenkom­po­si­tio­nen greifen weniger erfreuliche Facetten des Lebens auf. 

Von Umbrüchen, Abhängigkeit­en und Irrwe­gen der Liebe erzählen die drei Streifen, die das Film­mu­se­um zeigt: “Den Tiger­frauen wach­sen Flügel” (D/Taiwan 2005), “Öffne meine Augen” (E/ 2003) und “Sába­do” (Chile 2003). (Pots­dam)

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