7. April 2009 · Quelle: gegenrede.info

Feierlichkeiten in Biesenthal

Pin­now — Das ehe­ma­lige Stasigelände in Biesen­thal ist das erste Mal von der NPD und Kam­er­ad­schaften im größeren Stil genutzt wor­den. Am 21. März 2009 fand dort ein Tre­f­fen von 80 bis 100 Recht­sex­trem­is­ten statt. Das Tre­f­fen wurde im Bran­den­bur­gis­chen Innen­min­is­teri­um bestätigt. Zu weit­eren Einzel­heit­en wollte man dort allerd­ings keine Angaben machen.

Nach Infor­ma­tio­nen von „gegenrede.info“ wurde dort das zwei­jährige Beste­hen der „Kam­er­ad­schaft Märkisch Oder Barn­im“ (KMOB) gefeiert. Als Gäste sollen Kam­er­aden aus dem Barn­im, Berlin und der Uck­er­mark geladen gewe­sen sein.

Beobachter wollen neben den Dober­män­nern von Ex-NPD-Kreis­chef Mike Sandow, den aktuellen Kreisvor­sitzen­den der NPD Barn­im-Uck­er­mark, Mar­co Rohde, Roy Grass­mann ehe­mals Nationales Bünd­nis Preußen aus Bernau und den DVUler Klaus Mann mit Frau aus­gemacht haben.

Mit­glieder des Motor­rad­klubs Ger­ma­nia, der Van­dalen und der Hate­core War­riors Uck­er­mark, sollen den Geburt­stagskindern eben­falls die Ref­erenz erwiesen haben.

Das Gelände, das früher von der Stasi und nach der Wende durch den Kreis Barn­im als Asyl­be­wer­ber­heim genutzt wurde, gilt schon seit let­ztem Jahr als Opjekt recht­sex­trem­istis­ch­er Begier­den. Möglich­er Pächter oder zukün­ftiger Eigen­tümer wird nach jet­zigem Wis­sens­stand allerd­ings nicht die NPD sein. „Das Gelände ist von ein­er Dev­as­ta GmbH in Grün­dung gepachtet wor­den. Geschäfts­führer ist der ehe­ma­lige NPD-Kreis­chef von Barn­im-Uck­er­mark Mike Sandow”, so Biesen­thals Bürg­er­meis­ter André Stahl. Man ver­suche hier Neben­struk­turen aufzubauen, um so bei einem zukün­fti­gen Ver­botsver­fahren der NPD das Gelände außen vor zu hal­ten, ver­mutet der Bürgermeister.

Rechtliche Hand­haben gegen die Nutzung des Gelän­des durch die NPD oder Kam­er­ad­schaften gibt es kaum. Lediglich über das Bau­recht hat hier der Kreis Barn­im Ein­flussmöglichkeit­en, die er mit regelmäßi­gen Bege­hun­gen des Gelän­des auch nutzt.

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