4. September 2007 · Quelle: Inforiot

Fotos von der Polizeigewalt

INFORIOT Am Rande der Neon­azide­mo am 1. Sep­tem­ber ist es zu Polizeige­walt gegen

Gegen­demon­stran­tInnen gekom­men. Das Rote Net­zw­erk im Kreisver­band Ost­prig­nitz-Rup­pin der

Linkspartei hat inzwis­chen Foto­ma­te­r­i­al vorgelegt, auf denen einige der Vor­fälle zu sehen sind. Wir doku­men­tieren an dieser Stelle

die Bilder, weil sie einen Ein­druck ver­mit­teln, wie die Polizei vorg­ing. Das Orig­i­nal­doku­ment ist hier herun­terzu­laden (PDF-Datei, 200 KB).

Bei den Protesten von zeitweise bis zu 800 Men­schen gegen den Aufzug von 60 Neon­azis des “Kampf­bunds Deutsch­er Sozial­is­ten” wur­den

mehrere Men­schen von der Polizei ver­let­zt. Linke und Grüne fordern inzwis­chen die rest­lose Aufk­lärung der Vor­fälle. Sechs Betrof­fene,

darunter die Linke-Bun­destagsab­ge­ord­nete Kirsten Tack­mann, haben Anzeige wegen Kör­per­ver­let­zung im Amt erstat­tet. Von Seit­en der

CDU wird der Polizeiein­satz hinge­gen vertei­digt. Die zuständi­ge

Staat­san­waltschaft kündigte mit­tler­weile an, dass es mehrere Wochen dauern

werde, die Vor­würfe zu prüfen.

Der zuständi­ge Schutzbere­ich­leit­er der Polizei – Dieter Kahler – äußerte sich am Abend in rbb-aktuell: “Ich denke, dass war

angemessen, zumal es das Grun­drecht auf Ver­samm­lungs­frei­heit gibt. Wir haben eine gewisse Zeit Tol­er­anz der Sitzblock­ade gegeben

aber wir mussten dann nach ein­er Vier­tel­stunde die Kreuzung räu­men.” Obschon die Räu­mung der Block­ade dur­chaus gewalt­tätig ablief, gab es nach Bericht­en von etlichen Augen­zeug­In­nen das Gros der Polizeige­walt gar nicht in dieser Sit­u­a­tion son­dern erst später, als sich die Lage noch weit­er beruhigt hat­te.

Das Rote Net­zw­erk kom­men­tiert die Aus­sage von Kahler fol­gen­der­maßen: “Zu den weit­eren Über­grif­f­en der Polizei war von ihm nichts zu hören.

Doch sie gab es ent­lang der Strecke immer wieder. Zusät­zlich ange­heizt durch ver­bale Pro­voka­tio­nen (immer hart an der Gren­ze zur

Belei­di­gung) vor­wiegend gegenüber jün­geren Demon­stra­tionsteil­nehmern.”

Es fol­gen weit­ere Bilder von der Nazide­mo, die uns von ander­er Stelle zur Ver­fü­gung gestellt wur­den.

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