26. April 2005 · Quelle: Die Andere

Fraktion Die Andere für die Sanierung des jetzigen Landtagssitzes

Die Frak­tion Die Andere wen­det sich mit einem Schreiben an die Bran­den­burg­er Land­tagsab­ge­ord­neten der SPD‑, PDS- und CDU-Frak­tio­nen mit der Bitte, bei der Entschei­dung für den zukün­fti­gen Land­tagssitz die Option der Sanierung des jet­zi­gen Land­tags­ge­bäudes auf dem Brauhaus­berg nicht von vorn­here­in auszuschließen. Diese Vari­ante ist die für die Bran­den­bur­gis­chen SteuerzahlerIn­nen gün­stig­ste. Bei den Zahlen­spie­len um den Bau ein­er Stadtschlosskopie auf dem Alten Markt, die in let­zter Zeit in den ver­schieden­sten Gremien und in der Presse kur­sierten, wer­den die erhe­blichen Mehrkosten für Infra­struk­tu­rum­le­gun­gen und Erschließungs­maß­nah­men nicht mit ein­gerech­net. Die “Baufeld­freimachung” auf dem Alten Markt wird die öffentlichen Kassen 97 Mil­lio­nen Euro kosten. Dies hält die Frak­tion die Andere wed­er für angemessen noch für vertret­bar. Mit der Entschei­dung für eine Stadtschlosskopie wird auch jede weit­ere Entwick­lung auf dem Alten Markt zu einem zen­tralen urba­nen Stad­traum ver­hin­dert.

Für den Fall, daß sich der Land­tag doch für den Stan­dort am Alten Markt entschei­det, fordert die Frak­tion Die Andere die Land­tagsab­ge­ord­neten auf, sich gegen die Errich­tung ein­er Stadtschlosskopie auf dem ehe­ma­li­gen Grun­driß zu entschei­den. Neben den Kosten­grün­den führt sie an, daß die Stadt­struk­tur von heute und nicht die von vorgestern der Aus­gangspunkt für Stad­ten­twick­lung sein sollte. Dazu muß die vorhan­dene Architek­tur respek­tiert wer­den. Der Abriß oder das Kaschieren der Gebäude aus der sozial­is­tis­chen Zeit würde die Logik der Zer­störung und Ver­drän­gung der architek­tonis­chen Zeug­nisse der ehe­mals Mächti­gen durch die nach­fol­gen­den Mächti­gen fort­führen und nicht durch­brechen. Auch birgt das Wieder­erricht­en monar­chis­ch­er Repräsen­ta­tions­baut­en für ein Par­la­ment die falsche Sym­bo­l­ik in sich. Eine Stadt­mitte, die ein demokratis­ches Gemein­we­sen repräsen­tieren will, sollte einen architek­tonis­chen Bruch mit der Monar­chie bauen, denn demokratis­che Stadt­mitte heißt nicht: Die Architek­tur des Gestern durch die Architek­tur des Vorgestern zu erset­zen.

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