29. April 2006 · Quelle: Linkes Bündnis Potsdam

Französisch Lernen!

Während in Frankre­ich ger­ade eine fiese “Arbeits­mark­tre­form” durch Massen­proteste, durch Streiks und durch mil­li­tante Aktio­nen ver­hin­dert wurde, herrscht Still­stand in Deutsch­land.

Still­stand nicht bei neolib­eralen “Refor­men”, son­dern bei den Bewe­gun­gen dage­gen. Zwar gibt es auch hierzu­lande Streiks, Demon­stra­tio­nen gegen Stu­di­enge­bühren und ähn­lich­es. Doch fehlt den Protesten noch die Dynamik mit der Staat und Kap­i­tal ern­sthaft unter Druck geset­zt wer­den kön­nten. KLASSENKAMPF STATT SOZIALPARTNERSCHAFT Anstatt auf (faule) Kom­pro­misse zu hof­fen soll­ten wir – Lohn­ab­hängige, Erwerb­slose, Ein-Euro-Job­berIn­nen und Studierende — wieder ler­nen zu kämpfen! Die Bewe­gung gegen die Abschaf­fung des Kündi­gungss­chutzes von Jugendlichen und jun­gen Erwach­se­nen in Frankre­ich zeigt uns, dass wir gewin­nen kön­nen. Und nicht das Bet­teln um einen net­ten Kom­pro­miss bringt uns voran, son­dern (Selbst)Organisierung für Streiks und Sab­o­tage wie gemein­sam Krank feiern oder gemein­schaftlich die Bän­der anhal­ten.

Dass wir hier­bei nicht auf die Funk­tionäre staat­stra­gen­der Gew­erkschaften ver­trauen dür­fen, liegt auf der Hand.

Es liegt an nie­man­dem anderen als an uns selb­st, die Gesellschaft und die Welt zu verän­dern — und das bet­rifft die Abschaf­fung des Kap­i­tal­is­mus!

WARUM DIE BETEILIGUNG AN DER DGB-DEMONSTRATION? Die “radikale Linke” hat sich lange in sub­kul­tureller Selb­sti­solierung; oft gepaart mit weit­ge­hen­der Igno­ranz gegenüber sozialen Bewe­gun­gen geübt. Wir denken, dass es an der Zeit ist, aus diesem Sch­neck­en­haus her­auszukom­men. Und hal­ten die 1. Mai-Demo eine gute Gele­gen­heit unsere Ablehnung des Kap­i­tal­is­mus auszu­drück­en. Das gilt in jed­er Stadt, also auch in Pots­dam und weil wir hier leben, fan­gen wir hier damit an.

Nieder mit der Lohnar­beit! Kap­i­tal­is­mus abschaf­fen! Her­aus zum 1. Mai – hinein in den schwarz-roten Block! 10:00 Platz der Ein­heit Schluss­be­merkung: Bei allem Demon­stri­eren sollte uns Klar sein, dass die Stärke ein­er sozialen Bewe­gung nicht auss­chließlich in Demon­stra­tio­nen liegt, son­dern Demon­stra­tio­nen nur Aus­druck ein­er Stärke sein kön­nen, die wir in unserem All­t­ag entwick­eln müssen – Her­aus zum 1. Mai, dann weit­er in unseren Jobs und auf den Fluren der Armutsver­wal­tung…

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