17. Januar 2005 · Quelle: MOZ

Frauen fanden Zuflucht

FÜRSTENWALDE Auch 2004 flüchteten Frauen aus der Fürsten­walder Region vor häus­lich­er Gewalt durch ihre Part­ner und fan­den beim Vere­in “Frauen helfen Frauen” Unter­stützung. 18 Hil­fe­suchende waren es ins­ge­samt, die mit ihren zwölf Kindern für eine gewisse Zeit in die Not­woh­nung ein­zo­gen. Dort blieben die Bewohner­in­nen unter­schiedlich lange, manche nur ein, zwei Tage, andere bis zu fünf Monat­en, sagte Gertrud Preußn­er vom Frauenverein. 

Hil­fe sucht­en sowohl jün­gere als auch ältere Frauen unter­schiedlich­er Nation­al­ität und Bil­dungs­standes. Da in dem gesicherten Kom­plex gle­ichzeit­ig max­i­mal nur sechs Plätze zur Ver­fü­gung ste­hen, war sechs weit­eren Frauen der Einzug in das Frauen­haus Eisen­hüt­ten­stadt ange­boten wor­den, dieses Ange­bot hat­te aber let­z­tendlich keine genutzt. Zum einen fehle vie­len der Betrof­fe­nen das Geld, um regelmäßig zwis­chen dem Eisen­hüt­ten­städter Wohnort auf Zeit und dem Fürsten­walder Sitz von regelmäßig zu kon­tak­tieren­den Behör­den, Fachärzten, Bewährung­shelferin­nen oder Hil­fs­di­en­sten zu pen­deln, so Gertrud Preußn­er. Außer­dem seien viele der Kinder in Kindergärten oder Schulen der Region unterge­bracht. “Außer­dem befind­en sich viele junge Frauen in der Aus­bil­dung oder in Train­ings­maß­nah­men, haben jahre­lange Kon­tak­te zu Geschwis­tern, Eltern, Fre­un­den oder Bekan­ntschaften in Fürsten­walde und dessen Umland und in dieser Sit­u­a­tion sind soziale Bindun­gen wichtig”. 

Wie Gertrud Preußn­er erläuterte, existiert in Fürsten­walde seit Anfang 2004 nur noch die Schutz­woh­nung, das zuvor existierende, wesentlich größere Frauen­haus musste aufgeben werden. 

Für die Fürsten­walder Not­woh­nung sowie die Kon­takt- und Beratungsstelle des Vere­ins standen 16666 Euro vom Land Bran­den­burg, 8000 Euro vom Land­kreis und 17900 Euro von der Stadt zur Ver­fü­gung. Der Bund zahlte weit­ere 17250 Euro für eine ABM-Stelle. Obwohl noch keine bestätigten Zahlen für 2005 vor­liegen, scheint der Fortbe­stand der Not­woh­nung gesichert, die Per­son­al­si­t­u­a­tion hat sich sog­ar entspan­nt. Gertrud Preußn­er wird von Chris­tine Hochmuth und Mari­ta Wit­ten­burg unter­stützt, die im Dezem­ber und für ein halbes Jahr über das Pro­gramm “Arbeit statt Sozial­hil­fe” eingestellt wer­den kon­nten. Zudem hat eine ehe­ma­lige Bewohner­in des Frauen­haus­es den tele­fonis­chen Bere­itschafts­di­enst übernommen.

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