15. März 2005 · Quelle: MAZ

Freikorps”-Affäre wird Thema für alle Bürgermeister

Grün­er Kreistagsab­ge­ord­neter fragt nach der Rolle des Jugen­damtes als Ersatz für Eltern­häuser

(MAZ) HAVELLAND Der Pots­damer Polizeipräsi­dent und die Lei­t­erin des
Polizei-Schutzbere­ich­es Havel­land wer­den am Fre­itag vor den Bürg­er­meis­tern
und Amts­di­rek­toren des Kreis­es Havel­land über die Hin­ter­gründe der Nauen­er
“Freikorps”-Affäre bericht­en. Das hat Lan­drat Burkhard Schröder gestern
Abend im Kreistag angekündigt. Anlass dafür war eine Anfrage des
bünd­nis­grü­nen Abge­ord­neten Klaus-Ulrich Mosel. Wie mehrfach berichtet,
hat­ten die jet­zt vom Ober­lan­des­gericht verurteil­ten elf
“Freikorps”-Mitglieder in den Jahren 2003 und 2004 ins­ge­samt zehn
Bran­dan­schläge auf Imbiss­bu­den von Aus­län­dern verübt.

Mosel hat­te vom Lan­drat wis­sen wollen, in welch­er Form das Jugen­damt des
Kreis­es möglicher­weise die Funk­tion der Eltern­häuser der Verurteil­ten oder
ihres sozialen Umfeldes wahrnehmen könne. Mosel bezog sich dabei auf die
deutsch­landweite Berichter­stat­tung über den Nauen­er Fall. In ihr war
deut­lich gewor­den, dass es ganz offen­sichtlich zahlre­ich Mitwiss­er gegeben
haben muss, die die Anschläge hät­ten ver­hin­dern kön­nen. Der Lan­drat räumte
ein, dass eine “Tol­er­anz bei Eltern, Schulen und im kom­mu­nalen Bere­ich”
tat­säch­lich erkennbar sei. “So blind kann kein­er sein”, sagte Burkhard
Schröder. Nach der Beratung am Fre­itag und nach ein­er The­ma­tisierung in den
Fachauss­chüssen gelte es, “klare Schlussfol­gerun­gen” zu ziehen, ohne einen
“Schnellschuss” zu lan­den.

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