29. August 2005 · Quelle: AntiEgonW Spremberg

Führerbildchen auf dem Flohmarkt

Am Sam­stag, den 27. August fand von 8 bis 17 Uhr in Sprem­berg (Geor­gen­straße,
ehe­mals Kau­fland­park­platz) ein Flohmarkt statt. Auf diesem war es bis 15 Uhr
30 einem Zit­tauer Stand­be­treiber möglich unbe­hel­ligt Nazipro­pa­gan­da des
Drit­ten Reich­es zu verkaufen. Unter den Feil gebote­nen Nazide­vo­tion­alien
befan­den sich mehrere Hak­enkreuza­ufk­le­ber, “Führerbilder”, Bilder mit dem
Slo­gan “Danzig ist Deutsch”, mehrere Cds mit Wehrma­chtsmärschen sowie
Abze­ichen der Wehrma­cht und Aus­rüs­tungs­ge­gen­stände. Von Sprem­berg­er Bürg­ern
wurde der Stand­be­treiber eher bewun­dert als kri­tisiert. Das ist zwar
erschreck­end aber lei­der für Sprem­berg und seinen nation­alkon­ser­v­a­tiv­en und
ras­sis­tis­chen Bürg­er­mob keine Sel­tenheit, schließlich wird hier sog­ar von
sich selb­st als alter­na­tiv beze­ich­nen­den Men­schen ein ehe­ma­liger
Bürgermeister(Egon Wochatz) der mehrmals durch seine Kon­tak­te zu ehe­ma­li­gen
Ange­höri­gen der Waf­fen-SS und durch ras­sis­tis­che Äusserun­gen aufge­fall­en ist
frenetisch als bester Mann Sprem­bergs gefeiert.

Ver­such den Stand dicht zu machen gab es mehrere jedoch führte kein­er zum
Erfolg. Nach­dem zwei Antifas aus Weißwass­er den Betreiber des Standes
laut­stark kri­tisierten erschienen aus dem näheren Wohn­vier­tel zwei bis vier
Gestal­ten die durch Statur und Klei­dung dem Türste­herm­i­lieu zuge­ord­net
wer­den kön­nten sodass besagte Antifas das Feld nach mas­siv­er Bedro­hung
räumten. Sprem­berg­er Antifas scheit­erten an der Mobil­isierung mehr als zwei
Leute waren nicht dazu bere­it aktiv zu wer­den gegen diesen Nazi. Auf­grund
dessen wurde ver­sucht den Stand mit Hil­fe der Polizei zu schließen. Das
scheit­erte daran das die Anrufer ihren Namen nicht preis­geben woll­ten. Die
Frank­furter PolizistIn legte den Hör­er auf nach­dem Namen und Adressen nicht
angegeben wur­den und ver­weigerte dem Fall nachzuge­hen.

Der Betreiber des Standes ist uns unbekan­nt jedoch soll der wein­rote Ford
Sier­ra auf den “Sozialar­beit­er” des NJB-Haus­es in Zit­tau zuge­lassen sein. Da sich in dessen Umfeld Faschis­ten und Ras­sis­ten schlimm­ster Art tum­meln ist davon auszuge­hen
das es sich keineswegs um Samm­ler von Mil­i­taria son­dern um bein­harte Nazis
han­delt.

Wir empfind­en es als Frech­heit und Zumu­tung das solch Leute frei und
unver­holen in der öffentlichkeit Nazipro­pa­gan­da verkaufen kön­nen ohne das
die Polizei ihrem ver­fas­sungsmäßi­gen Auf­trag nachge­ht während in Bran­den­burg
und ander­swo AntifaschistIn­nen die sich solchen Typen in den Weg stellen
krim­i­nal­isiert und zu Unrecht ins Gefäng­nis gesteckt wer­den.
darum fordern wir als AntifaschistIn­nen aus Sprem­berg die Stadtver­wal­tung
auf der Sache nachzuge­hen und Stander­laub­nis für solche Leute rig­oros zu
unter­sagen.

Wer Logos oder Abze­ichen von Mord, Krieg und Massen­ver­nich­tung verkauft
oder sie unkom­men­tiert zulässt macht sich mit schuldig.

Kein Vergeben! Kein Vergessen! Nie wieder Deutsch­land!

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