6. Juli 2006 · Quelle: MAZ

Fussballfans ließen Unmut beim Randalieren heraus

Auch am Tag des ersten Halb­fi­nales dieser Fußball­welt­meis­ter­schaft notierte die Bran­den­burg­er Polizei keine bedeu­ten­den polizeilich rel­e­van­ten Ereignisse, die im Zusam­men­hang mit der WM 2006 standen.

Mehrere tausend Fußball­fans waren Zuschauer des Spiels Deutsch­land-Ital­ien auf der Pots­damer Pub­lic-View­ing-Zone, in den angren­zen­den Straßen und bei vie­len anderen öffentlichen Ver­anstal­tun­gen im gesamten Land. Auf ins­ge­samt 37 öffentlichen Ver­anstal­tun­gen waren zir­ka 12.800 Gäste live dabei. Natür­lich feierten die ital­ienis­chen Fans aus­ge­lassen, aber über­wiegend friedlich. Viele deutsche Fans feierten trotz der Nieder­lage die deutsche National­mannschaft für ihre bish­eri­gen guten sportlichen Leis­tun­gen.

In eini­gen weni­gen Fällen kam es im Land Bran­den­burg aber zu unsportlichem Ver­hal­ten einiger Fans aus Ent­täuschung über die Nieder­lage im Halb­fi­nale. So wur­den einige deutsche und ital­ienis­che Nation­alflaggen nach Spie­lende im Pub­lic-View­ing-Bere­ich am Bran­den­burg­er Tor in Pots­dam von mehreren Per­so­n­en als Aus­druck der Ent­täuschung ver­bran­nt.

In Frank­furt-Oder wur­den gegen 23.45 Uhr vor ein­er Gast­stätte in der Schmalz­gasse aus ein­er Gruppe von rund 70 alko­holisierten Per­so­n­en vere­inzelt Flaschen in Rich­tung der vor Ort befind­lichen Polizeikräfte gewor­fen. Durch die deeskalieren­den Maß­nah­men der Polizeibeamten kam es im weit­eren Ver­lauf zu keinen weit­eren Vorkomm­nis­sen.

Auch in anderen Orten des Lan­des reagierten Fans ihre Ent­täuschung nach dem Spiel ab, es kam zu einzel­nen Sachbeschädi­gun­gen, so wie in der Stadt Oranien­burg, wo bei zwei geschlosse­nen ital­ienis­chen Restau­rants eine Fen­ster­scheiben einge­wor­fen wurde. In einem Fall kon­nten drei männliche Tatverdächtige in Tatort­nähe gestellt wer­den.

Ein alko­holisiert­er, polizeilich bekan­nter 32-jähriger Mann trat in Witt­stock mehrere Tis­che und Stüh­le vor einem ital­ienis­chen Restau­rant um. Die vom Inhab­er her­beigerufe­nen Polizeibeamten nah­men ihn zur Ver­hin­derung weit­er­er Straftat­en in Gewahrsam, wie auch zwei weit­ere alko­holisierte Per­so­n­en, die ver­sucht­en, die polizeilichen Maß­nah­men der Beamten zu stören.

Zu weit­eren Unmut­shand­lun­gen, wie Umw­er­fen von Papierkör­ben, Blu­men­töpfen und Müll­ton­nen, aber auch Sachbeschädi­gun­gen an Verkehrsze­ichen und ein­er Ampel kam es in Neu­rup­pin. Die alko­holisierten Täter kon­nten auch hier vor Ort dingfest gemacht wer­den.

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