14. November 2020 · Quelle: AK remembering means fighting SPN

Gedenken an die Reichspogromnacht in Guben

Guben - Anlässlich des 82. Jahrestages der Pogromnacht haben wir am 9. November an die Opfer des Nationalsozialismus in Guben erinnert.

Anlässlich des 82. Jahrestages der Pogrom­nacht haben wir am 9. Novem­ber an die Opfer des Nation­al­sozial­is­mus in Guben erin­nert. In dieser Nacht wur­den 1938 in Deutsch­land und Öster­re­ich Syn­a­gogen zer­stört, jüdis­che Fried­höfe geschän­det, Geschäfte jüdis­ch­er Men­schen angezün­det und Jüd*innen ermordet und inhaftiert. Die Pogrome markierten den Über­gang des NS-Regimes von Diskrim­minierung und Stig­ma­tisierung jüdis­ch­er Men­schen hin zu deren sys­tem­a­tis­ch­er Vertrei­bung und Vernichtung. 

Die erste Syn­a­goge in Gubin wurde 1837 erbaut und bei den Novem­ber­pogromen von den Nazis zerstört.

Auch die Syn­a­goge in Guben fiel den Pogromen zum Opfer. Sie wurde 1878 im heutigen
pol­nis­chen Teil der Stadt (Uli­ca Dabrowskiego) erbaut. Die jüdis­che Gemeinde zählte damals mehr als zwei­hun­dert Men­schen, von denen nur zwei die Shoa über­lebten. Das Gebäude wurde während der Pogrom­nacht in Brand geset­zt und zer­stört. Auch die Ruine wurde später abgerissen.
Heute erin­nert ein Gedenkstein an den Ort, an dem die Syn­a­goge einst stand. Jüdis­che Men­schen hat­ten zuvor die Stadt geprägt, wie bspw. der Ober­bürg­er­meis­ter Alfred Glücks­mann oder der Hut­fab­rikant Her­rmann Lewin, dessen Sohn nation­al­sozial­is­tis­ch­er Ver­fol­gung aus­ge­set­zt war und im Schweiz­er Exil verstarb.

Am Nae­mi-Wilke-Stift gedacht­en wir weit­eren Opfern des NS-Regimes. Im Jahr 1940 wur­den aus dem Stift 32 junge Frauen abtrans­portiert und umge­bracht. Man hat­te sie in der Lan­despflegeanstalt in Bran­den­burg an der Hav­el euthanasiert. Heute erin­nern Stolper­steine unter anderem an Elis­a­beth Mar­ti­na, Mar­garete Janzen, Luise Staffeldt und Edith Unke. Dies sind nur einige Schick­sale, die exem­plar­isch für die sys­tem­a­tis­che Ver­nich­tung von Men­schen im Nation­al­sozial­is­mus stehen.
Damit dies nie wieder geschieht, dür­fen wir die Opfer nicht vergessen. Erin­nern heißt han­deln und heißt auch kämpfen gegen faschis­tis­che Ten­den­zen in der Gegenwart.

AK remem­ber­ing means fight­ing SPN

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