2. Juli 2014 · Quelle: Antifa Westbrandenburg

Gedenken an Emil Wendland

Gestern gedachten bis zu 70 Antifaschistinnen und Antifaschisten der Ermordung von Emil Wendland in Neuruppin

Heute gedacht­en bis zu 70 Antifaschistin­nen und Antifaschis­ten der Ermor­dung von Emil Wendland.
Mit Rede­beitra­gen von Linkspartei, Bürg­er­meis­ter und der lokalen Antifas­truk­tur macht­en wir auch dieses Jahr auf den 1992 von Neon­azis ermorde­ten Emil Wend­lands aufmerksam.
Im Anschluss wur­den Blu­men, am vor 2 Jahren aufgestell­ten Denkmal, niedergelegt.
Durch starkes Engage­ment von Mit­gliederIn­nen des JWP Mit­ten­Drins, wurde nach ein­er mehrmonati­gen Kam­pagne, ein Gedenkstein an dem Tatort errichtet.
Wie gestern schon berichtetet wurde, meldete die lokale NPD eben­falls eine Gedenkmah­nwache zu diesem The­ma an. Lediglich 7 Neon­azis, darunter der Stadtverord­nete Dave Trick, fan­den sich 200 Meter vom Gedenkstein ein und hiel­ten nach ein­stündi­gem „Rum­ste­hen“ noch einen Rede­beitrag, den sie nach weni­gen Sätzen, auf Grund der Gegen­proteste abbrechen mussten.
( http://jwp-mittendrin.de/blog/blanker-hohn-nazis-melden-gedenkkundgebung…)
Wie auch im Fall Eck­hard Rütz, der am 25. Novem­ber 2000 von Neon­azis in Greif­swald ermordet wurde, ver­suchen die Neon­azis Emil Wend­land nicht als Opfer rechter Gewalt darzustellen, son­dern als Tat „sub­kul­tureller Per­spek­tivlosigkeit“. Wend­land soll dadurch in die Volks­ge­mein­schaft zurück geholt und rechte Ver­brechen in der jüng­sten Ver­gan­gen­heit rel­a­tiviert werden.
( http://berberinfo.blogsport.de/2012/10/14/greifswald-neonazis-versuchten…)
Durch antifaschis­tis­che Inter­ven­tion kon­nte die Ver­anstal­tung der NPD erfol­gre­ich gestört wer­den. So wur­den die Nazis umstellt, Musik abge­spielt, so dass ihre Botschaften max­i­mal unsere Ohren und Augen erreichten.
Das war lei­der erst der Anfang ein­er ras­sis­tis­chen Kam­pagne in Bran­den­burg, die schlussendlich am „Tag der deutschen Zukun­ft“ (06.06.2015) in Neu­rup­pin enden soll.
Auch die bran­den­burg­er Polizei tat sich durch Aktion­is­mus her­vor. Sie zog eine Per­son aus unser­er Ver­anstal­tung, die ange­blich am 05.04.2014 in Wit­ten­berge beim Nazi­auf­marsch, ver­mummt gewe­sen sein soll und stellte ihre Per­son­alien fest.
In ein­er Welt, in der weit­er­hin Sozial-Dar­win­is­mus und Faschis­mus ver­bre­it­et ist, 
wo Men­schen sys­tem­a­tisch aus ihren Woh­nun­gen ver­trieben werden, 
In ein­er Welt, wo Per­so­n­en auf der Straße leben müssen, obwohl Häuser leer stehen, 
In ein­er Welt wo Men­schen auf einen ver­meintlichen Wert, ihre Herkun­ft, ihre Reli­gion, ihr Geschlecht oder ihrer Abwe­ichung von gesellschaftlich, fest­gelegten Nor­men reduziert wer­den, wird es immer Men­schen geben, die dage­gen kämpfen.
Es liegt an jed­er und jedem von uns, für eine men­schen­würdi­ge Welt einzutreten.
Kein Vergeben, kein Vergessen. 

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