3. Juni 2018 · Quelle: Antifa Oranienburg

Gedenken an Erich Mühsam

Erich-Mühsam
Am 10. Juli 1934 wurde der Schrift­steller Erich Müh­sam im Konzen­tra­tionslager in Oranien­burg von SS-Wach­män­nern ermordet. Aus diesen Anlass ver­anstal­ten wir eine Gedenkdemon­stra­tion durch Oranien­burg um Müh­sam zu gedenken und um sein Ver­mächt­nis als Antifaschist, Anar­chist und Freigeist am Leben zu erhal­ten. Heute, 84 Jahre später haben wir wieder eine Recht­spop­ulis­tis­che Partei im Bun­destag und Ras­sis­mus, Anti­semitismus, Nation­al­is­mus find­en wieder nahrhaften Boden und ebnen den Weg für jene men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie die Müh­sam zu bekämpfen ver­suchte. Wir wollen es ihm gle­ich­tun und den Kampf weit­er­führen gegen all jene die ver­suchen Hass, Zwi­etra­cht und Ver­ach­tung zu sähen — Es ist noch nicht vor­bei
 
In Oranien­burg und Umge­bung brodelt es wieder! Oranien­burg besitzt seit Jahren eine starke, organ­isierte Neon­aziszene, die Rück­endeck­ung hat durch die lokale NPD-Struk­tur. In Ober­hav­el hat die NPD 6 Man­date inne und ist damit kom­mu­nal am stärk­sten vertreten in Bran­den­burg. Let­ztes Jahr war in mehreren Orten in Ober­hav­el zu Drachen­bootren­nen das Team Pro­jekt Hab­u­la-Furor Teu­ton­i­cus ange­treten zu Deutsch Ger­man­is­che Wut. Die meis­ten Mit­glieder des Teams sind Mit­glieder der NPD oder der JN (Junge Nation­aldemokrat­en), ein­er von ihnen ist Robert Wollins­ki Stadtverord­neter für die NPD in Vel­ten. Der Name für das Team scheint nicht zufäl­lig gewählt, es war auch das Mot­to eines Recht­srock­onz­ert der “Märkischen Skin­heads 88” MS88. Bei den MS88 han­delt es sich um ein Label das bun­desweit Rechts Rock-Konz­erte organ­isiert mit Bands die Verbindun­gen zu den ver­bote­nen “Blood&Honour”-Strukturen und zum NSU-Umfeld haben, Wollinksi stellt in diesem Label eine Schlüs­selfig­ur dar. Mit diesem Team wird der Ver­such unter­nom­men öffentliche Ver­anstal­tun­gen zu unter­wan­dern und sich selb­st einen bürg­er­lichen Anstrich zu geben und fam­i­lien­fre­undlich aufzutreten. Am 31. März wurde in Hen­nigs­dorf eine 29-jährige Frau ras­sis­tisch und sex­is­tisch belei­digt und ange­grif­f­en zu 6 waren die Angreifer und war­fen ihr auf der Flucht Flaschen hin­ter­her. Da dieser Angriff für Frau nicht schon schlimm genug ist wur­den ihre Schilderun­gen im Face­book-Forum “Hen­nigs­dorf verbindet ” geleugnet und von den Admins gelöscht, weil sie die Schilderun­gen für “Fake-News” hiel­ten.
 
“Zweck mein­er Kun­st ist der gle­iche, dem mein Leben gilt: Kampf! Rev­o­lu­tion! Gle­ich­heit! Frei­heit!” Und genau nach diesem Zweck richt­en wir uns vor allem in Zeit­en wo Rechte The­o­rien und Denken wieder in den Par­la­menten sitzen dür­fen. In Ober­hav­el war die AFD bei der Zweit­stimme die 2. stärk­ste Kraft hin­ter der CDU, deshalb rufen wir auf am 7. Juli nach Oranien­burg zu kom­men um das Ver­mächt­nis Erich Müh­sams wieder zu erweck­en und es in die Köpfe zutra­gen damit neon­azis­tis­che Struk­turen als diese gese­hen und bekämpft wer­den kön­nen, sodass eine antifaschis­tis­che Wider­stand­skul­tur etabliert wer­den kann.
 
Gedenkde­mo: 7. Juli, 14:00 Bahn­hof Oranien­burg
Ver­anstal­tung: 30. Juni, 14:00 Bürg­erzen­trum Oranien­burg: Albert-Buch­mann-Straße 17

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