4. September 2020 · Quelle: Antifaschist*innen aus Potsdam

Gedenken an unseren Freund Micha / Xelîl / Bager

Potsdam: Am 1. September haben wir – Freund*innen, Angehörige und Gefährt*innen – uns wieder zusammengefunden um an seinem Geburtstag unserem Freund und Gefährten zu Gedenken.

Wir haben uns an der Zep­pelin­straße 25 in Pots­dam getrof­fen und an der Gedenk­tafel am Haus getrauert und uns gemein­sam erin­nert, an die Spuren die Micha in unserem Leben hin­ter­lassen hat.

Unser Fre­und, inter­na­tion­al­is­tis­ch­er Rev­o­lu­tionär und Gueril­la-Kämpfer Michael Panser, Bager Nûjiyan (auch Xelîl Vîyan) ist am 14. Dezem­ber 2018 bei einem türkischen Luftan­griff auf die in Süd­kur­dis­tan gele­ge­nen Medya-Vertei­di­gungs­ge­bi­ete gefallen.

Er ist seinen Weg des Wider­stands voller Überzeu­gung gegan­gen und hat den bewaffneten Kampf gegen den (türkischen) Faschis­mus gewählt. Wir haben großen Respekt und Anerken­nung für seine Entscheidung.

Wenn wir uns an Micha / Xelîl / Bager erin­nern, denken wir auch an die vie­len anderen Gefal­l­enen, die ihr Leben im Kampf gegen den Faschis­mus, für ein Leben in Frei­heit gelassen haben. Wir denken an sie und den Kampf der gesamten Kur­dis­chen Befreiungs­be­we­gung und sind voller Wut und Hoffnung!

Wir sind wütend über die Igno­ranz der gesamten kap­i­tal­is­tis­chen Gesellschaft, der Staat­en wie Deutsch­land, gegenüber den men­schen­feindlichen Verge­hen des türkischen Staates. Wütend über die Unter­stützung dieses Krieges durch Deutsch­land mit­tels Waf­fen­liefer­un­gen und Tech­nolo­gie. Wütend über die enorme Macht faschis­tis­ch­er Regierun­gen weltweit.

Aber wir blick­en auch mit Hoff­nung auf diese kraftvolle inspiri­erende Bewe­gung die seit Jahrzehn­ten für eine Gesellschaft frei von Hier­ar­chien, Diskri­m­inierung und Umweltzer­störung kämpft. Wir müssen endlich erken­nen, dass dieser Kampf dort mit unserem hier zusam­men­hängt, dass er uns bet­rifft und wir nur gemein­sam, in sol­i­darischem Zusam­men­halt gegen die enorme Macht des Faschismus/ Kapitalismus/ Patri­ar­chats ankommen.

Unsere Trauer um Micha wird zu Wut und diese gibt uns Kraft, den Kampf gegen Faschis­mus und Unter­drück­ung, für den Micha so gebran­nt hat, weit­er zu führen! Es ist auch unsere Ver­ant­wor­tung auf die Ver­ant­wortlichen zu zeigen, und darauf hinzuweisen, dass sein Tod wed­er Einzelfall noch Unglücks­fall war. Das Ster­ben hat Sys­tem, die deutsche Regierung unter­stützt den türkischen Staat aktiv in seinem Krieg gegen die emanzi­pa­torische Bewe­gung der Kurd*innen.1

Am 14. Dezem­ber, Michas Todestag wer­den wir wieder auf die Straße gehen und an unseren Fre­und und den kur­dis­chen Befreiungskampf erinnern.

An diesem Tag wird auch eine Gedicht­samm­lung von Heval Micha erscheinen.

Wir rufen zu dezen­tralen Aktio­nen, Ver­samm­lun­gen, oder Erin­nerungsver­anstal­tun­gen in unter­schiedlichen Gegen­den auf. Micha war an so vie­len Orten zu Hause. Wählt gern das For­mat das euch passt.

Der Kampf geht weiter!

Şehîd namirin — die Gefal­l­enen sind unsterblich!

Für die befre­ite Gesellschaft!

(A)

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