11. April 2005 · Quelle: BM

Gedenken zum Jahrestag der Befreiung der KZ

Pots­dam — Zum 60. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager
Sach­sen­hausen und Ravens­brück wer­den zwis­chen 14. und 18. April in
Bran­den­burg mehr als 1000 Über­lebende erwartet. Zentrale
Gedenkver­anstal­tun­gen find­en am Son­ntag, 17. April, von 10 Uhr an in der
Mahn- und Gedenkstätte Ravens­brück (Straße der Natio­nen, Fürstenberg/Havel,
Tele­fon 03 30 93/60 80) und von 14 Uhr an in der Gedenkstätte Sachsenhausen
(Straße der Natio­nen 22, Oranien­burg, Tele­fon 033 01/20 00) statt. 

In Ravens­brück wird am Vor­mit­tag das ehe­ma­lige SS-Wach­haus als “Ort der
Namen” eingewei­ht, in dem ein Toten­buch 13 161 gestor­bene Häftlinge
auflis­tet. Zur Eröff­nung des neu gestal­teten Gedenko­rtes in der
Hin­rich­tungsstätte “Sta­tion Z” in Sach­sen­hausen am Nach­mit­tag wird auch
Außen­min­is­ter Josch­ka Fis­ch­er (Grüne) erwartet. Im Anschluß sollen
sym­bol­isch die let­zten Urnen mit der Asche von mehreren zehntausend
ermorde­ten Häftlin­gen aus Sach­sen­hausen beige­set­zt wer­den. Die Überreste
waren bei den Bauar­beit­en zur Sanierung der “Sta­tion Z” gefun­den worden.
Zudem wird die neue Dauer­ausstel­lung “Mord und Massen­mord im KZ
Sach­sen­hausen 1936–1945” eröffnet. 

Unter den Gästen sind nach Angaben der Stiftung Brandenburgische
Gedenkstät­ten auch mehr als 100 ehe­ma­lige Kinder­häftlinge aus Ravensbrück.
Die Teil­nahme ehe­ma­liger Häftlinge sei trotz der Gefahr einer
Retrau­ma­tisierung beson­ders wichtig, “damit wir noch ein­mal den Überlebenden
zuhören kön­nen”, so Stiftungs-Direk­tor Gün­ter Morsch. 

Die Gedenkver­anstal­tun­gen begin­nen bere­its am Don­ner­stag, 14. April, in
Sach­sen­hausen mit der Eröff­nung ein­er Ausstel­lung mit Plakat­en aus Israel.
Von Fre­itag, 15. April, an ist in Ravens­brück die Doku­men­ta­tion “Züge nach
Ravens­brück” zu sehen. 

Am Sonnabend, 16. April, dem “Tag der Begeg­nung”, tre­f­fen sich Überlebende
der Lager und junge Men­schen aus €päis­chen Län­dern. Am 18. April ist “Tag
der Außen­lager” mit dezen­tralen Ver­anstal­tun­gen unter anderem in
Berlin-Schönewei­de und ‑Reinick­endorf.

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