9. Mai 2008 · Quelle: [aaffo]

Gedenkkundgebung zur Befreiung Europas

Am 63. Jahrestag der Befreiung Europas vom Nation­al­sozial­is­mus ver­sam­melten sich auch in diesem Jahre wieder gut 150 Men­schen am Sow­jetis­chen Ehren­mal auf dem Anger in Frankfurt/Oder. Dies­mal etwas abseits, da das Denkmal ger­ade frisch ren­oviert wurde und noch nicht kom­plett fer­tiggestellt wer­den konnte.

Die Feier­lichkeit­en began­nen um 17 Uhr tra­di­tionell mit eini­gen ein­lei­t­en­den Worten vom Vor­sitzen­den des VVN-BdA Frankfurt/Oder, Jörg Schulz. In sein­er Rede mah­nte er, dass mit 1945 der Faschis­mus in Deutsch­land nicht besiegt wurde und ging dabei auf den bevorste­hen­den Kom­mu­nal­wahlkampf der NPD in Bran­den­burg und die vom VVN-BdA ins Leben gerufe­nen non­pd-Kam­pagne ein.

Kat­ja Wolle, Bürg­er­meis­terin der Stadt in Vertre­tung der Stadtver­wal­tung und des Ober­bürg­er­meis­ters fol­gte als zweite Sprecherin. In ein­er etwas unglück­lichen Rede bedank­te sie sich bei der Bau­fir­ma für das wieder­hergestellte Mah­n­mal und drück­te ihre Freude über das Ende des — sin­ngemäß — “von den Deutschen nicht gewollte Regime” aus.

Axel Hen­schke, Frak­tionsvor­sitzen­der der Partei Die Linke im Frank­furter Stadt­par­la­ment, drit­ter Red­ner an diesem Tage, mah­nte, wie bere­its sein Vorred­ner Jörg Schulz und machte auf die immer noch vorherrschende Kriegswillkür in Europa, die poli­tis­che und wirtschaftliche Inter­essen auf der Welt durchzuset­zen ver­suche, aufmerksam.

Bevor zum Abschluss der Gedenkkundge­bung Blu­men am Ehren­mal niedergelegt wur­den, sprach ein Vertreter der Autonomen Antifa Frankfurt/Oder. In der Rede wurde an all die tapfer­en Soldat_innen und Partisan_innen erin­nert, die im Kampf gegen den Faschis­mus in Europa ihr Leben lassen mussten. Auch stellte sie her­aus, dass der Kampf weit­erge­hen muss und endete mit den Worten: “Antifa heißt auch Luftan­griff! — Ohne Befreiung, keine Revolution!”

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