7. April 2003 · Quelle: MOZ

Gedenkstätte Sachsenhausen erinnert an 58. Jahrestag der Befreiung

Oranien­burg (ddp-lbg). Die Gedenkstätte Sach­sen­hausen erin­nert am
Wochenende
mit Gedenkver­anstal­tun­gen und Zeitzeu­gen­begeg­nun­gen an die Befreiung
der
Häftlinge des Konzen­tra­tionslagers vor 58 Jahren. An den
Veranstaltungen
nehmen Über­lebende unter anderem aus Bel­gien, Belorus­s­land, Frankreich,
Großbri­tan­nien, Lux­em­burg, Nor­we­gen, Polen, Rus­s­land, Tschechien, der
Ukraine, Ungarn und Deutsch­land teil. 

Bei der Gedenkver­anstal­tung am Son­ntag wer­den die brandenburgische
Wis­senschaftsmin­is­terin Johan­na Wan­ka (CDU) und der Vor­sitzende des
Ver­ban­des der tschechis­chen Sach­sen­hausen-Häftlinge, Adolf Burger,
erwartet.
Zudem wird das Inter­na­tionale Sachen­hausen-Komi­tee mit dezentralen
Angeboten
inner­halb der Gedenkstätte auf die €päis­che Bedeu­tung von
Sachsenhausen
hinweisen. 

Zudem erin­nern die Län­der-Komi­tees, der Zen­tral­rat der Juden in
Deutschland,
der Les­ben- und Schwu­len­ver­band Deutsch­lands sowie die Zeu­gen Jehovas
bei
Ver­anstal­tun­gen an die jew­eili­gen Opfer­grup­pen. Anschließend gibt es in
der
so genan­nten Sta­tion Z eine Gedenkz­er­e­monie mit Gebeten verschiedener
Reli­gion­s­ge­mein­schaften und eine Kranznieder­legung. Am 14. April wird
am Ort
des ehe­ma­li­gen KZ-Außen­lagers «Klink­er­w­erk» an der Lehnitz-Schleuse in
Oranien­burg an die Opfer des so genan­nten Todeskom­man­dos erinnert. 

Am 21. und 22. April 1945 waren im KZ Sach­sen­hausen rund 3000 schwer
kranke
Häftlinge von sow­jetis­chen und pol­nis­chen Ein­heit­en der Roten Armee
befreit
wor­den. Die SS hat­te zuvor rund 33 000 Häftlinge auf Todesmärsche in
Rich­tung Nord­west­en getrieben. Viele von ihnen kamen noch in den
letzten
Kriegsta­gen ums Leben, sie star­ben an Entkräf­tung oder wur­den von der
SS
erschossen. Im Konzen­tra­tionslager Sach­sen­hausen hat­ten die
Nation­al­sozial­is­ten mehr als 200 000 Men­schen aus nahezu allen
€päis­chen
Län­dern inhaftiert, Zehn­tausende von ihnen über­lebten die Lagerhaft.

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