26. Juli 2006 · Quelle: Kampagne gegen Wehrpflicht u.a.

Gedenkveranstaltung Max Dortus

Mit Preußen und Pots­dam verbindet man gemein­hin Schlöss­er, Mil­itär und Adel.

In der Stadt Pots­dam, deren bürg­er­liche Stadtverord­neten­mehrheit sich noch immer
weigert, den Beschluß aufzuheben, mit dem Hitler und Hin­den­burg nach dem Tag von Pots­dam zu Ehren­bürg­ern gemacht wur­den, gab es aber auch einige Licht­blicke der
Aufk­lärung und — kaum zu glauben — sog­ar einige Aufrührer und Rev­o­lu­tionäre.

Max Dor­tu wurde am 29.06.1826 in Pots­dam geboren. Hier studierte er auch Jura. Als Stadtverord­neter in Pots­dam und Mit­grün­der des “Poli­tis­chen Vere­ins” set­zte sich
Dor­tu für bürg­er­liche Frei­heit­srechte und die Ent­mach­tung der Monar­chie ein. Im März 1848 nahm er an den Bar­rikadenkämpfen in Berlin teil und schloß sich später dem
badis­chen Auf­s­tand an. Nach dessen Nieder­schla­gung wurde der 23-jährige Pots­damer Rev­o­lu­tionär am 31.07.1849 an der Fried­hof­s­mauer in Wiehre bei Freiburg von preußis­chen Mil­itärs hin­gerichtet.

Die Kam­pagne gegen Wehrpflicht, Zwangs­di­en­ste und Mil­itär, der Vere­in zur Förderung anti­mil­i­taris­tis­ch­er Tra­di­tio­nen in der Stadt Pots­dam und die Frak­tion Die Andere haben die Ermor­dung Dor­tus durch das preußis­che Mil­itär seit sieben Jahren zum Anlaß genom­men, Max Dor­tus zu gedenken.

Dazu laden wir alle fortschrit­tlich und demokratisch gesin­nten Men­schen her­zlich ein.

Wir tre­f­fen uns am Mon­tag, dem 31.07.2006, 11 Uhr in der Dor­tus­trasse an der heuti­gen Dor­tuschule, dem Geburtshaus Max Dor­tus.

Während Max Dor­tu in sein­er Heimat­stadt Pots­dam noch immer kein offizielles Gedenken zuteil wird, wird in Freiburg erneut der Ober­bürg­er­meis­ter an der Gedenkver­anstal­tung des Bürg­ervere­ins Wiehre für Max Dor­tu und seine Fre­unde
teil­nehmen.

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