18. November 2007 · Quelle: Opferperspektive

Gegen den Strom


»Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir ste­hen dazu, wie wir sind. Es muss ja auch ein Pen­dant zur recht­en Szene geben. Wir sind ein­fach nicht so die Naturen, die sagen, wegen der Nazis traue ich mich mit mein­er Gesin­nung oder meinem Ausse­hen nicht auf die Straße. Wir müssen ja zeigen, dass es auch anders geht.«

In dem Heft »Gegen den Strom« wer­den Pro­jek­te vorgestellt, in denen sich Bran­den­burg­er Jugendliche und junge Erwach­sene für eine demokratis­che, alter­na­tive Kul­tur und gegen rechts engagieren. Die fünf Berichte beruhen auf Grup­pen- und Einzelge­sprächen, die eine Arbeits­gruppe des Demokratis­chen Jugend­FO­RUMs Bran­den­burg und des Vere­ins Opfer­per­spek­tive 2006 in sechs Städten aufgeze­ich­net hat.

Selb­stver­ständlich repräsen­tieren die mündlichen Berichte nicht die Bran­den­burg­er Jugend. Sie haben exem­plar­ischen Charak­ter. Vielle­icht machen Jugendliche in anderen Kom­munen ähn­liche Erfahrun­gen, vielle­icht lassen sich große Unter­schiede fest­stellen. Auch ste­hen die Beiträge nicht für die Pro­jek­te, son­dern sind indi­vidu­elle Darstel­lun­gen. Für die Veröf­fentlichung wur­den die Gespräche bear­beit­et und zusam­menge­fasst.

Es sind schriftlich bis­lang nicht fest­ge­hal­tene Erleb­nisse und Per­spek­tiv­en von engagierten, linken Jugendlichen. Sie berichteten uns von ihren Erfahrun­gen mit Gewalt und recht­en Grup­pen und den Grün­den ihres Engage­ments. Wir fragten danach, wie sie den Umgang mit Recht­sex­trem­is­mus in Kom­munen, Schule, durch Eltern­häuser und Staat­sor­gane erleben. Das Spek­trum ihrer Aktiv­itäten ist vielfältig.

Gemein­sam ist den Ini­tia­tiv­en und Grup­pen, dass sie das tun, was von Jugendlichen unter den Stich­worten Par­tizipa­tion, Engage­ment, Zivil­courage stets gefordert wird: Flagge zeigen gegen Recht­sex­trem­is­mus, und sich in die eige­nen Angele­gen­heit­en ein­mis­chen.

Das Pro­jekt wurde gefördert durch die Nation­ala­gen­tur Jugend für Europa. Gesprächspart­ner­In­nen kamen aus den Pro­jek­ten Anlauf­stelle für Opfer recht­sex­tremer Gewalt Guben, Autonome Antifa Cot­tbus, Autonome Antifa Fin­ster­walde, Bad Freien­walder Alter­na­tive, Es geht auch anders e.V. Fin­ster­walde, Inter­na­tionaler Jugend­vere­in Guben/ Gubin, Horte Straus­berg, Lübben­er Forum gegen Gewalt, Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit, Pro­jek­t­gruppe Schule ohne Ras­sis­mus Lübben.


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