28. August 2004 · Quelle: PNN

Gegen rechte Gewalt

(PNN, Mar­i­on Har­tig) Innen­stadt — Mit Sprechchören und Musik demon­stri­erten gestern mehr als 200 Jugendliche aus Pots­dam und Umge­bung gegen rechte Gewalt. Ver­anstal­ter des bis in die Guten­bergstraße hinein friedlichen Auf­marsches durch die City war die AK Antifa Pots­dam, die mit antifaschis­tis­chen Grup­pen aus Berlin und Bran­den­burg und dem Links­bünd­nis Pots­dam kooperierte, wie Andreas Müller und Sabine Klein von der AK Antifa Pots­dam am Rande der von der Polizei geführten Ver­anstal­tung erklärten. 

Mit dem Mot­to „We are not alone“, wir sind nicht alleine, wolle die AK Jugendliche motivieren, etwas gegen die zunehmende rechte Gewalt zu unternehmen. Es gehe darum, dass sich die Jugendlichen gegen rechte Grup­pierun­gen ver­bün­de­ten und sich bewusst wer­den, dass sie faschis­tis­ch­er Gewalt nicht hil­f­los aus­geliefert seien, weil antifaschis­tis­che Ver­bände und Opfer­ver­bände sie unterstützen. 

Sie hät­ten mit mehr Teil­nehmern gerech­net, erk­lärten Klein und Müller. Dass Punks und schwarz gek­lei­dete Linke das Bild des Auf­marsches bes­timmten, habe sich­er abschreck­ende Wirkung auf „Nor­ma­los“ gehabt, dabei ver­suche die AK all­ge­mein gegen Rechts zu mobil­isieren. Die Demon­stra­tion sei haupt­säch­lich antifaschis­tisch und wende sich nicht gegen Deutsch­land und den Kap­i­tal­is­mus, wie es in einem Demo-Aufruf auf der Web­seite des AK heißt. Es gehe vielmehr darum, die Öffentlichkeit wachzurüt­teln. Die Demon­stra­tion sei die erste der Pots­damer AK, die Gruppe habe sich erst vor einem halbem Jahr gegrün­det. Bish­er beste­he sie aus zehn Jugendlichen zwis­chen 16 und 20 Jahren. 

„Man kann das nur unter­stützen, das Jugendliche gegen rechte Gewalt auf die Straße gehen, ganz gle­ich, ob sie rote Haare haben, ob sie Punks sind oder Linke“, meinte eine Mut­ter, die mit ein­er Eiswaf­fel in der Hand mit spazierte. „Man muss was dage­gen tun, dass immer öfter aus faschis­tis­chen Grün­den geschla­gen und diskri­m­iniert wird“, erk­lärte ein Paar. Viele der Jugendlichen „möcht­en sich nicht äußern“, warum sie hier dabei sind. Auch der Junge mit dem Schild „Wees och nicht“ kom­men­tiert seinen Schriftzug nicht. Nur woher sie kom­men ver­rat­en sie, aus Berlin, Krem­nitz und Rathenow. 

(Infori­ot) Auf Indy­media wird von 300 Teil­nehmerIn­nen gesprochen. Die hier zu sehen­den Bilder stam­men nicht aus der PNN son­dern eben­falls von Indymedia.

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