25. September 2006 · Quelle: PNN

Gegenkultur im Netz

Pots­dam – Milde Strafe gegen Fan recht­sradikaler Musik, NPDler vom Schul­gelände in Fürsten­walde ver­wiesen, Ini­tia­tiv­en gegen Rechts wer­den vor­erst weit­er gefördert: Es sind vornehm­lich solche Nachricht­en, die der Pots­damer Stu­dent Tony P. und sein Team auf ihrer Inter­net­seite www.inforiot.de veröf­fentlichen. Und damit ein fin­steres Bild von Bran­den­burg zeich­nen. Seinen Namen will Tony P. deswe­gen nicht nen­nen, ver­ste­ht er seine Seite doch als Infor­ma­tion­sportal für alle Bran­den­burg­er, die sich gegen Recht­sex­treme engagieren. Damit schaffe man sich Geg­n­er, meint er. Doch am Sam­stag waren solche Sor­gen gegen­stand­s­los: Das Inter­net­por­tal www.inforiot.de feierte im stu­den­tis­chen Kul­turzen­trum (Kuze) in der Her­mann-Elflein-Straße seinen fün­ften Geburt­stag – bis zum Ende der Feier kamen rund 300 Per­so­n­en kamen, zumeist aus der alter­na­tiv­en Szene Pots­dams. Die Seite gilt mit täglich 3500 Zugrif­f­en als größe Infor­ma­tion­squelle ihrer Art in Brandenburg 

Für Tony P. sind solche kul­turellen Ange­bote wichtig, deswe­gen find­et sich auf sein­er Seite ein Ter­minkalen­der: „Es existieren beson­ders auf dem flachen Land Gegen­den, in denen ein erschreck­endes Demokratiev­er­ständ­nis herrscht und neon­azis­tis­che Kul­tur akzep­tiert wird“, sagt Tony P.. Dage­gen müsse ver­sucht wer­den, dort einen antifaschis­tis­chen Grund­kon­sens herzustellen – etwa mit Jugen­dar­beit. „So eine Ein­stel­lung hat nichts mit Link­sex­trem­is­mus zu tun“. Froh ist Tony P. deshalb auch, dass der Name sein­er Seite nicht mehr im Bran­den­bur­gis­chen Ver­fas­sungss­chutzbericht auftaucht.

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