20. Mai 2005 · Quelle: Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik

Genfelder gekennzeichnet

Im Rah­men der Aktionswoche gegen Gen­tech­nik vom 16.–22. Mai haben mehrer Grup­pen einen Teil der Gen­felder Bran­den­burgs gekennze­ich­net. Es wur­den Schilder mit dem Warn­hin­weis “Vor­sicht Gen­tech­nik!” oder “Vor­sicht Gen­mais!” mit dem Zeichen für biol­o­gis­che Gefahr aufgestellt. Die Schilder wur­den von den Land­wirtIn­nen bzw. den Wis­senschaft­lerIn­nen schnell wieder ent­fer­nt. Eine eigene Kennze­ich­nung haben die Gen­tech­nikbe­treiberIn­nen nicht vorge­se­hen.

Ziel der Aktion ist es, die Felder in den Blick der Öffentlichkeit zu brin­gen. So wird die Diskus­sion über den Anbau gen­ma­nip­uliert­er Pflanzen konkreter. Fotos und Karten der gekennze­ich­neten Felder wer­den dem­nächst auf der web­site des “Barn­imer Aktion­bünd­nis gegen Gen­tech­nik” (http://www.dosto.de/gengruppe/) veröf­fentlicht.
Auch wenn die Flurstücke der Felder im Stan­dortreg­is­ter des Bun­de­samtes für Ver­brauch­er­schutz öffentlich ein­se­hbar ist, so bleibt doch noch ein großer zeitlich­er und organ­isatorisch­er Aufwand, um die Felder aufzufind­en. Das Stan­dortreg­is­ter sollte deshalb mit genauem Karten­ma­te­r­i­al ergänzt wer­den, so dass jede und jed­er die genaue Lage der Felder ein­se­hen kann.

Während der Aktio­nen kon­nten einge inter­es­sante Beobach­tun­gen gemacht wer­den. So befind­en sich in der Nähe der Gen­ma­is­felder in Neu­treb­bin und Gusow Felder mit kon­ven­tionellem Mais. Hier ist eine Auskreuzung äußerst wahrschein­lich. In Gusow sind noch die Mais­stop­peln aus dem let­zten Jahr sicht­bar. Dadurch wird deut­lich, dass die dor­ti­gen Gen­feld­be­treiber wed­er eine Frucht­folge ein­hal­ten, noch das Feld umge­flügt haben. Das wären die ein­fach­sten und effek­tivsten Mit­tel gegen den Maiszünsler, gegen dessen Befall der gen­ma­nip­ulierte Mais schützen soll.

Die bish­er noch nicht gekennze­ich­neten Felder wer­den in den näch­sten Wochen mit Schildern deko­ri­ert und im Inter­net doku­men­tiert.

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