18. Mai 2005 · Quelle: Aktionsbündnis

Gentechnikgegner demonstrierten in Golm

Aktionswoche macht in Pots­dam Sta­tion

Das “Aktions­bünd­nis für eine gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft
Berlin-Bran­den­burg” ver­anstal­tete gestern eine Fahrrad­demon­stra­tion zum
Gen­ver­suchs­feld in Golm (Pots­dam). Diese Protestver­anstal­tung fand im
Rah­men ein­er Aktionswoche statt, die an diesem Tag in Pots­dam Sta­tion
machte. Bere­its um 11 Uhr fand ein Pressege­spräch mit Vertretern des
Aktions­bünd­nis statt.

Obwohl sich nur wenige Demon­stran­ten auf das Fahrrad schwan­gen, sorgten
Sie durch ihre gel­ben Luft­bal­lons für viel Aufmerk­samkeit. “Keine
Gen­tech­nik in unserem Essen — Keine Gen­tech­nik auf unseren Felder” war
auf den Luft­bal­lons zu lesen. Mit der Aktion sollte für eine
gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft demon­stri­ert wer­den.

Die Fahrrad­tour führte vom Platz der Ein­heit in der Innen­stadt Pots­dams
zu dem Gen­tech­nik-Ver­suchs­feld in Golm. In Golm führt das
Max-Planck-Insti­tut für Moleku­lar­biolo­gie seit Jahren Ver­suche mit
gen­tech­nisch verän­derten Kartof­feln durch. Am Zaun des Ver­suchs­felds
wurde ein Schild mit der Auf­schrift “Vor­sicht Gen­tech­nik” ange­bracht.
Mit einem Trans­par­ent “Bei Risiken und Neben­wirkun­gen fra­gen sie Bay­er”
wiesen die Demon­stran­ten darauf hin, dass Forschungsergeb­nisse des MPI
in Golm an den Bay­er-Konz­ern verkauft wur­den, der nun eigene
Freiset­zungsver­suche mit Genkartof­feln durch­führt. Mit der Aktion in
Golm wurde darauf hingewiesen, dass die Agro-Gen­tech­nik, obwohl sie von
der Mehrheit der Bevölkerung nicht gewollt wird, vom den Län­dern
Bran­den­burg und Berlin und vom Bund hohe Sub­ven­tio­nen erhält.

Das Aktions­bünd­nis fordert das MPI auf, den Freiset­zungsver­such sofort
zu been­den und auf weit­ere Ver­suche zu verzicht­en. Die Förderung solch­er
Exper­i­mente mit Steuergeldern sollte eingestellt wer­den.

Mit der Aktionswoche soll nach Aus­sagen eines Sprech­ers des Bünd­niss­es
der Protest gegen den Anbau von gen­tech­nisch verän­derten Pflanzen
ver­stärkt wer­den. Durch die bish­eri­gen Proteste des Bünd­niss­es wurde
bere­its der Anbau von 350 ha gen­tech­nisch verän­dert­er Pflanzen
ver­hin­dert. Von den geplanten fast 500 ha sollen nun nur noch 147 ha
ange­baut wer­den.

Im Rah­men der Aktionswoche, die vom 16–22. Mai stat­tfind­et, gibt es
zahlre­iche Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen und Aktio­nen. Zum Abschluss der
Aktionswoche wird es von Neuhard­en­berg nach Seelow eine große Treck­er-
und Fahrrad­demon­stra­tion geben. Zu der Tour rufen gemein­sam mit dem
Aktions­bünd­nis zahlre­iche örtliche Land­wirte auf. Einen Überblick über
alle Ver­anstal­tun­gen gibt es unter: www.gentechnikfreies-brandenburg.de.

Kon­takt: *Jakob Gan­ten* (Deme­ter Berlin-Bran­den­burg) 033432–72214, *Nora
Mannhardt* (Bund für Umwelt und Naturschutz — BUND) 030 — 27586471,
*Christof Pot­thof* (Gen-ethis­ches Net­zw­erk — GeN) 030–6858030 oder:
6857073, *Bar­bara Rasche* (Bioland Berlin-Bran­den­burg) 030–28482302,
www.gentechnikfreies-brandenburg.de

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