30. September 2004 · Quelle: MOZ

Geschichte auf der Spur

Eber­swalde (MOZ) “Zwangsar­beit in KZ-Lagern in und um Eber­swalde” ist
eine Ausstel­lung über­schrieben, die noch bis Fre­itag, 22. Okto­ber, in
der Polizei-Wache an der Pfeil­straße zu sehen ist. Aufgeschrieben und
zusam­menge­tra­gen wur­den die Doku­mente vom Vere­in “Forschung und
Gedenkstät­ten Eber­swalde”, der sich schon seit vie­len Jahren mit der
Geschichte zwis­chen 1933 und 1945 beschäftigt.

“Wir haben mehr als 500 Anschriften in der Ukraine aus­find­ig machen
kön­nen. Die Frauen und Män­ner gehörten sein­erzeit zu den rund 20 000
Zwangsar­beit­ern im Raum Eber­swalde und Umge­bung”, sagt Vere­ins­mit­glied
Hol­ger Klis­che. Zur Ausstel­lungseröff­nung hat­te er sich Ver­stärkung
mit­ge­bracht. Mar­gari­ta Minae­wa. Die junge Frau ste­ht dem Vere­in als
Dol­metscherin zur Seite.

Fünf Tafeln haben Klis­che und seine Mit­stre­it­er in der Polizei­wache
aufge­baut. The­ma­tisch beschäfti­gen sie sich mit fol­gen­den Schw­er­punk­ten:
“Lager im Finow­tal”, “Zwangsar­beit in den Ardelt Werken”, “Mess­ing­w­erk -
Rüs­tungszen­trum” und “Zeitzeu­gen”. Die Ausstel­lung wurde seit Beste­hen
des Vere­ins ständig erweit­ert. “Es sind auch neue Erken­nt­nisse
hinzugekom­men. In manchen Din­gen mussten wir unsere Forschungsergeb­nisse
sog­ar rev­i­dieren”, sagt Klis­che, froh darüber, dass die neuesten
Ergeb­nisse langjähriger Geschicht­sa­u­far­beitung in den Fluren der
Polizei­wache gezeigt wer­den kön­nen.

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