28. Februar 2019 · Quelle: Women in Exile

Gleich, gleich aber unterschiedlich.

Am 8. März, dem Inter­na­tionalen Frauen*kampftag wird glob­al an die his­torischen, kul­turellen und poli­tis­chen Errun­gen­schaften von Frauen* erin­nert. Wir feiern 100 Jahre Frauen*kämpfe, denn wir sind die Müt­ter, wir sind die, die sich um die Fam­i­lie küm­mern, die im Haushalt arbeit­en, Babysitter*innen, Reini­gungskräfte.

Wir Flüchtlings­frauen*, wir sind Lehrer*innen, Krankenpfleger*innen, Geschäfts­frauen*, Ingenieur*innen, aber dies und alle anderen Fähigkeit­en wer­den nicht berück­sicht, da wir isoliert sind und diskri­m­iniert wer­den.

2019 fol­gen wir dem Ruf des glob­alen Frauen*streiks und wir kom­men vere­int, um gemein­sam die Arbeit von Frauen* in allen Bere­ichen des Lebens sicht­bar zu machen, inner­halb und außer­halb des Haus­es, in urba­nen und ländlichen Regio­nen, bezahlt oder unbezahlt, unab­hängig von unseren Haut­far­ben und unseren Herkün­ften.

Die Zeit ist Jet­zt einen Fem­i­nis­mus aufzubauen, der inklu­siv und inter­sek­tion­al ist, einen Fem­i­nis­mus, der allen Frauen* zuhört und ras­sis­tis­che, sex­is­tis­che und diskri­m­inierende Struk­turen been­det.

Wir kön­nen nicht erfol­gre­ich sein, wenn ein Teil von uns zurück­ge­hal­ten wird. Als geflüchtete Frauen* wer­den wir mehrfach diskri­m­iniert. Wir wer­den weit­er­hin ras­sis­tis­che Geset­ze sowie die Exis­tenz von Lagern und die Abschiebe­poli­tik verurteilen. Wir wer­den nicht aufhören Gren­zen aufzubrechen, indem wir ein Bewusst­sein für Kolo­nial­is­mus schaf­fen und dafür, dass es nicht ignori­ert wer­den darf, dass wir ein Recht auf Frieden, soziale Inklu­sion und geteil­ten Wohl­stand haben.

Unser Ziel ist es Geflüchteten, die sich als Frauen* iden­ti­fizieren zu ermächti­gen für ihre Rechte als Frauen*, die in dieser Gesellschaft leben einzutreten. Und wir erwarten von nicht geflüchteten Frauen* Sol­i­dar­ität um Diskri­m­inierun­gen, Miss­brauch und Gewalt anzuprangern.

Wir, Flüchtlings­frauen* repräsen­tieren die Kräfte der Verän­derung, zusam­men mit der Zivilge­sellschaft wer­den wir den Lauf der Geschichte verän­dern. Wir sind Frauen*, die in dieser Gesellschaft leben und ein Teil des Kampfes für eine gerechte, inklu­sive Gesellschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Was ist denn da los? Warum beset­zen diese Chaoten schon wieder ein Haus?
Der Flüchtlingsrat Bran­den­burg, Jugendliche ohne Gren­zen und die Flüchtlings­ber­atung des Ev. Kirchenkreis­es Oberes Havel­land kri­tisieren die Unter­bringungspoli­tik im Land­kreis Ober­hav­el.
PRO ASYL und Flüchtlingsrat Bran­den­burg fordern: Ein­satz für die Rechte von Flüchtlin­gen bedeutet klare Kante gegen Recht­sradikalis­mus und Ras­sis­mus

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot