7. Mai 2005 · Quelle: MAZ

Großes Interesse an der Psychiatrie der Nazi-Zeit

Knapp ein Jahr nach der Eröff­nung hat die Lan­desklinik Bran­den­burg ein
inter­es­santes Beglei­theft zur Dauer­ausstel­lung “Die Lan­desanstalt Gör­den
1933 bis 1945. Psy­chi­a­trie im Nation­al­sozial­is­mus” her­aus­ge­bracht. “Damit
führt die Lan­desklinik den seit den 90er Jahren beschrit­te­nen Weg fort, sich
offen­siv und ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit ihrer Ver­gan­gen­heit auseinan­der zu
set­zen”, teilte Ver­wal­tungslei­t­erin Dorit Zahn mit.

Die Ausstel­lung habe seit ihrer Eröff­nung im ver­gan­genen Mai einen regen
Zus­pruch erfahren. Allein in den ver­gan­genen vier Monat­en hät­ten sich mehr
als 600 Gäste über das Lei­den und Ster­ben der dama­li­gen Patien­ten
informiert. Aufge­gan­gen sei die Ziel­stel­lung der Klinik, sich mit ihrer
Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung beson­ders an Schüler und Auszu­bildende zu wen­den.
Nicht nur Bran­den­burg­er Schulen, son­dern auch Lehrer aus Werder, Falkensee
und Prem­nitz ver­lagerten ihren Geschicht­sun­ter­richt oft in die Lan­desklinik,
um sich am authen­tis­chen Ort mit den Ver­brechen an Kranken und Behin­derten
auseinan­der zu set­zen.

Seit Neuestem kann die Ausstel­lung jeden zweit­en Dien­stag im Monat von 14.30
bis 17 Uhr und jeden let­zten Don­ner­stag im Monat von 9 bis 12 Uhr besichtigt
wer­den. Zudem kön­nen unter 0 33 81/78 22 02 Besuche und Führun­gen an anderen
Tagen angemeldet wer­den. Zum inter­na­tionalen Muse­um­stag am morgi­gen Son­ntag
find­en um 11 und um 14 Uhr Führun­gen statt.

Die neue Broschüre nimmt die Texte der Ausstel­lung auf, Patien­ten­schick­sale
wer­den nachgeze­ich­net. Außer­dem stellt die Broschüre einige der Abbil­dun­gen
vor. Zu erwer­ben ist das Beglei­theft in der Lan­desklinik.

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