3. September 2005 · Quelle: LR

Gymnasium wird Titel «Schule ohne Rassismus» verliehen

Anlässlich der Feier zum 75-jähri­gen Beste­hen des
Friedrich-Lud­wig-Jahn-Gym­na­si­ums wird der Bil­dung­sein­rich­tung im Rah­men der
Pro­jek­t­woche vom 19. bis 23. Sep­tem­ber der Titel «Schule ohne Rassismus»
ver­liehen. «Alle Voraus­set­zun­gen dafür sind erfüllt» , so Schulleit­er Thomas
Röger. «Allerd­ings wird derzeit noch ein Schirmherr für die
Ver­lei­hungsz­er­e­monie gesucht.»

In der Fest­woche werde das Pro­jekt, zu dem die Regionale Arbeitsstelle für
Aus­län­der­fra­gen, Jugen­dar­beit und Schule (RAA) in Forst aufgerufen hatte,
doku­men­tiert und schließlich am 23. Sep­tem­ber präsen­tiert. Mit großem
Engage­ment kämpften die Schüler seit Beginn des Jahres darum, dass das
Gym­na­si­um als «Schule ohne Ras­sis­mus» anerkan­nt wird. «So haben
beispiel­sweise ältere Schüler in den Klassen sieben bis zehn jew­eils eine
Unter­richtsstunde zum The­ma Ras­sis­mus gestal­tet» , sagt Susanne Kschenka,
Mitar­bei­t­erin der und Koor­di­na­torin des Projektes.

Viele Schüler haben danach mit ihrer Unter­schrift bekun­det, dass sie
anti­ras­sis­tis­che Prinzip­i­en acht­en und nach ihnen han­deln wollen. «Aktuell
haben die erforder­lichen 80 Prozent der Schüler, Lehrer und Angestellten
unter­schrieben. Wir haben allerd­ings auch den Ehrgeiz, die Unter­schrift von
jedem zu bekom­men — warum sich einige bis jet­zt nicht zu dem Pro­jekt bekannt
haben, sollte in der Pro­jek­t­woche her­aus­ge­fun­den wer­den» , meint Thomas
Röger.

Die Ver­lei­hung des Titels an die Schule solle nun aber nur der Startschuss
für eine ganze Rei­he neuer Pro­jek­te zu diesem The­ma sein — keines­falls ein
Schlussstrich, betont Thomas Röger. Man wolle Vor­bild­wirkung erzeu­gen und
mit anderen Schulen Aktio­nen gegen jegliche Form von Diskri­m­inierung planen.

Das Forster Friedrich-Lud­wig-Jahn-Gym­na­si­um wird zu den rund 700
Bil­dung­sein­rich­tun­gen in Europa und 200 in Deutsch­land gehören, die den
Titel «Schule ohne Ras­sis­mus» tra­gen dür­fen. Im Land Bran­den­burg beteiligen
sich ins­ge­samt 15 Schulen an dem Projekt.

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