15. November 2002 · Quelle: Märkische Allgemeine

Halbe: Neonazis haben hier nichts zu suchen


Die im Kreistag vertrete­nen Parteien haben sich in ein­er gemein­samen Erk­lärung zum Volk­strauertag gegen einen möglichen Neon­azi-Auf­marsch auf dem Sol­daten­fried­hof in Halbe gestellt.“Halbe ist für uns ein Ort der Trauer und Ermah­nung. Den Neon­azis, die diesen Ort am Volk­strauertag für ihre men­schen­ver­ach­t­en­den Ziele und ihre ver­fälschte Geschichtss­chrei­bung miss­brauchen wollen, rufen wir ent­ge­gen: Ihr habt in unserem Land­kreis mit euren dumpfen Parolen nichts ver­loren!”, heißt es in der Erk­lärung. “Wir lehnen Kriegsver­her­rlichung ab. Die Men­schen im Land­kreis Dahme-Spree­wald wollen Frieden, Völk­erver­ständi­gung und Demokratie.” Die Parteien ver­weisen auf die Geschichte. Der Angriff Hitlerdeutsch­lands auf die Sow­je­tu­nion habe “beispiel­lose Zer­störun­gen, unendlich­es Leid und unbeschreib­liche Grausamkeit der Ein­satz­grup­pen über dieses Land” gebracht. Im April habe Hitler die deutsche Zivil­bevölkerung und die Wehrma­cht in eine “aus­sicht­slose Abwehrschlacht” im Kampf um Berlin geschickt. Hitler habe bis zum Schluss “viel zu viele Helfer unter den Deutschen” gehabt. Die SS sei sein wichtig­stes Instru­ment gewe­sen. Kurz vor Kriegsende “mussten deshalb in unserem Land­kreis bei Halbe viele Men­schen in ein­er sinnlosen Kesselschlacht ster­ben.”

 

Die gemein­same Erk­lärung wird unter­stützt von CDU, SPD, FDP, PDS, Bünd­nis 90/Die Grü­nen, vom Bauern­ver­band Nieder­lausitz und vom Bürg­er­bünd­nis.

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