2. Februar 2005 · Quelle: Berliner Zeitung

Haus von DVU-Politiker brannte

PETERSHAGEN-EGGERSDORF. Der DVU-Land­tagsab­ge­ord­nete Michael Claus hat seine
handw­erk­lichen Fähigkeit­en offen­bar über­schätzt: Der Elek­tro­verteil­er, den
Claus zuvor eigen­händig im Keller seines Haus­es instal­liert hat­te, bran­nte
am Sonnabend plöt­zlich. Dichter Qualm quoll aus dem Haus in
Peter­sha­gen-Eggers­dorf östlich von Berlin. “Es kam zu ein­er inten­siv­en
Rauch­gasen­twick­lung”, sagte Michael Neff von der Staat­san­waltschaft
Frank­furt (Oder). “Das Haus ist derzeit teil­weise unbe­wohn­bar.” Wände und
Mobil­iar seien stark ver­rußt. Dem Vernehmen nach hat Claus,
DVU-Vize­frak­tion­schef im Pots­damer Land­tag, die eigen­händig vorgenommene
Elek­troar­beit nicht von einem Fach­mann abnehmen lassen. Obwohl dies auch in
anderen Haushal­ten häu­figer vorkom­men soll, hat die Staat­san­waltschaft
Frank­furt (Oder) Ermit­tlun­gen wegen fahrläs­siger Brand­s­tiftung aufgenom­men.
“Herr Claus wird sich in den näch­sten Tagen zu den Vor­wür­fen äußern”, hieß
es bei der Staat­san­waltschaft. Offen ist, wer für den nicht unbe­trächtlichen
Schaden am Haus des 44-jähri­gen DVU-Poli­tik­ers aufkommt. Eine Ver­sicherung
kön­nte sich wom­öglich für nicht zuständig erk­lären, wenn die Elek­troar­beit­en
nicht fachgerecht aus­ge­führt wor­den sind. Claus, einem gel­ern­ten Dreher,
dro­ht nun zusät­zlich eine Geld­strafe. Ermit­teln kann die Staat­san­waltschaft
übri­gens ohne größere Kom­p­lika­tio­nen: Denn die Land­tagsab­ge­ord­neten in
Bran­den­burg genießen, ungewöhn­lich in Deutsch­land, keine juris­tis­che
Immu­nität.

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