17. Februar 2003 · Quelle: Berliner Zeitung

Hilfe für Opfer rechtsextremer Gewalt

POTSDAM Bran­den­burg will Schutz und Hil­fe für Opfer recht­sex­trem­istis­ch­er
Straftat­en verbessern. In jed­er märkischen Kom­mune solle sich min­destens ein
Opfer­helfer zur Ver­fü­gung stellen, schlug Jus­tizmin­is­terin Bar­bara Rich­stein
(CDU) am Sonnabend auf ein­er Tagung kom­mu­naler Koor­di­na­toren gegen
Frem­den­feindlichkeit und Gewalt in Pots­dam vor. Gewal­topfer erhiel­ten auch
heute noch nicht immer hin­re­ichend Hil­fe und Schutz. Zur Umset­zung der
Opfer­hil­fe müsse auch Geld aus dem Lan­deshaushalt kom­men. Zudem ließen sich
Opfer­fonds aus Spenden, Spon­soren­geldern und Lot­to-Mit­teln auf­bauen.
Die Min­is­terin ver­wies darauf, dass die Täter vornehm­lich Jugendliche und
Her­anwach­sende unter 25 Jahren seien. Die Opfer seien nahezu auss­chließlich
Aus­län­der, die sich in Deutsch­land aufhiel­ten oder hier lebten. Schutz und
Hil­fe für Opfer von straf­baren Hand­lun­gen gehörten zu den
selb­stver­ständlichen Auf­gaben ein­er Gesellschaft.
Die Ernen­nung der mehr als 100 Koor­di­na­toren gegen Frem­den­feindlichkeit und
Gewalt geht auf eine Ini­tia­tive des ehe­ma­li­gen Bran­den­burg­er
Min­is­ter­präsi­den­ten Man­fred Stolpe (SPD), kom­mu­nalen Ver­bän­den, des
Aktions­bünd­niss­es gegen Gewalt, Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit
sowie des Lan­despräven­tion­srates vom August 2000 zurück. Sie sollen die
gesellschaftlichen Kräfte in den Gemein­den aktivieren und auch Aktio­nen bei
frem­den­feindlichen Vor­fällen ein­leit­en.

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